Mittwoch, 28. Dezember 2016

Jim Knopf und Lukas - Teil 4


Das Buch "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer".
Mit freundlicher Genehmigung vom Thienemann Verlag.
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
gestern habe ich den dritten Teil von dieser Geschichte erzählt.
Hier kommt der vierte Teil.
Im Buch ist die Geschichte lang.
Ich erzähle sie ganz kurz und einfach:


Teil 4

Lukas und Jim Knopf steigen in die Lokomotive Emma 
und fahren los. 
Sie verlassen das Land Mandala 
und fahren zum Gebirge. 
Bald sehen sie es. 
Es reicht bis an die Wolken.

Jim, Lukas und die Lokomotive Emma vor dem Gebirge.
Zeichnung: F.J. Tripp. / Foto: *Siehe unten↓


Dieses Gebirge kann man nicht über·queren. 
Aber der König von Mandala hat gesagt: 
Es gibt einen Weg durch das Gebirge. 
Er führt durch das Tal der Dämmerung. 
Aber er ist sehr gefährlich.

Jim, Lukas und Emma finden das Tal. 
Das Tal ist sehr eng. 
Es hat hohe Felsen auf beiden Seiten. 
Keine Sonne fällt hinein. 
Deshalb wird es dort nie richtig hell.
Es ist immer Dämmerung.

Doch für Emma ist das kein Problem. 
Sie schaltet ihre Schein·werfer ein. 
Jetzt haben die Freunde genug Licht. 
Sie fahren in das Tal hinein.

Emmas Räder poltern auf dem Fels·boden. 
Das ist sehr laut.
Von Ferne kommt ein Echo zurück. 
Emma poltert weiter. 
Da kommt noch ein Echo. 
Und gleich darauf kommt noch ein zweites 
und ein drittes Echo. 
Es wird immer lauter in dem engen Tal.

Lukas ruft:
ich glaube, das Echo ist in diesem Tal gefangen. 
Es kann nicht hinaus. 
Es muss immer wieder zurück·kommen. 
Deshalb wird es hier immer lauter.

Bald ist es so laut, dass Jim sich die Ohren zuhält. 
Das ganze Tal dröhnt und zittert. 
Plötzlich fällt von oben ein Felsen herunter. 
Der Schall hat ihn gelockert.
Da! Noch ein Felsen fällt!
Emma! 
schreit Lukas laut, 
Gib Gas! Das Tal stürzt ein!

Emma rast los. 
Die Tal·wände beben.
Felsen fallen von allen Seiten herunter. 
Emma fährt so schnell sie kann. 
Sie gibt alles… 
...und sie schafft es. 
Plötzlich wird es hell. 
Das Tal ist zu Ende. 
Emma, Jim und Lukas sind im Freien.

Da tut es hinter ihnen einen Riesen-Schlag. 
Sie drehen sich um: 
Wo das Tal der Dämmerung war,
ist nur noch eine Trümmer-Wüste.

Jim, Lukas und Emma sind gerettet. 

Aber es gibt keinen Weg mehr zurück.






Fortsetzung folgt...




Wortliste
es reicht bis an die Wlken = es ist so hoch, dass es die Wolken berührt.
der Flsen, - = sehr großer Stein.
der Scheinwerfer, - = die Lampe an einem Auto oder an einer Lokomotive.
das Rad, ̈-er = die vier runden Teile unten an einem Auto oder an einer Lokomotive.
pltern = sich bewegen und dabei viel Lärm machen.
von Frne = von weit weg.

das cho = ein Geräusch, das zurück kommt. Man kann es in großen leeren Räumen hören, oder in den Bergen.
sich die Ohren zuhalten =  die Hände auf die Ohren legen, damit man den Lärm nicht hört. 

dröhnen = ein lautes Geräusch machen, das durch sehr kleine Bewegungen entsteht. Zum Beispiel: "Der Motor dröhnt."
ztternsehr kleine Bewegungen machen, zum Beispiel: "Menschen zittern, wenn es sehr kalt ist".
der Schll (nur Singular) = die physikalische Form von Geräuschen.
lckern = machen, dass es nicht mehr fest ist/ machen, dass es leicht ab geht.
gib Gas! = Fahre schnell!
einstürzen = (Haus oder Berg) ganz kaputt gehen / zusammenfallen. 
rasen =sehr, sehr schnell fahren oder laufen.
beben = die Erde oder die Berge bewegen sich hin und her.
so schnll sie knn = so schnell wie sie kann / so schnell es geht.
lles geben =  sich sehr anstrengen.
im Freien sein = unter dem Himmel sein (nicht in einem Haus sein/ nicht eingeschlossen sein).
einen Schlag tun = plötzlich einen sehr sehr lauten, kurzen Lärm machen. 
die Trümmer (nur Plural) = die Teile von einer Sache, die kaputt gegangen ist.
die Wüste, -n  = ein Ort, wo nichts wächst und wo es fast kein Leben gibt.
  


*Foto mit freundlicher Genehmigung vom Thienmann Verlag. 
Das Bild ist in diesem Buch:
Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ von Michael Ende. Illustrationen F.J. Tripp. Erschienen im Thienemann Verlag.

 

Liebe Leute,
morgen erzähle ich den fünften Teil von der Geschichte. 

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Dienstag, 27. Dezember 2016

Jim Knopf und Lukas - Teil 3

Das Buch "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer".
Mit freundlicher Genehmigung vom Thienemann Verlag.

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
gestern habe ich den zweiten Teil von dieser Geschichte erzählt.
Hier kommt der dritte Teil.
Im Buch ist die Geschichte lang.
Ich erzähle sie ganz kurz und einfach:


Teil 3


Jim Knopf und Lukas sind beim König von Mandala. 
Der König erzählt:

Meine Tochter heißt Li Si. 
Vor einem Jahr ging sie an den Strand. 
Sie wollte spielen. 
Aber am Abend kam sie nicht zurück. 
Wir haben sie überall gesucht. 
Aber wir haben sie nicht gefunden.

Eine Flaschenpost (die Flschenpost (nur Singular))
Foto: Peer Kyle / Wikimedia Commons


Lange Zeit wussten wir nicht, wo Li Si ist. 
Aber dann kam auf unserem Fluss eine Flaschenpost. 
Es war eine Nachricht von Li Si. 

Sie schrieb:
 
Eine Piratenbande hat mich entführt. 
Die Bande heißt Die Wilde Dreizehn. 
Die Wilde Dreizehn hat mich nach Kummerland gebracht
und an Frau Mahlzahn verkauft. 
Frau Mahlzahn ist ein Drache.
Sie hat eine Schule.
 
Die Schule ist furchtbar 
und Frau Mahlzahn ist immer sehr böse. 
Hier sind noch viele andere Kinder. 
Wir sind sehr unglücklich. 
Bitte rettet uns!


Ein Drache (der Drche, -n).
Bild: OpenClipartVectors / Wikimedia Commons


Der König seufzt: 
Ich habe im ganzen Land bekannt gemacht:
Wer Li Si rettet,
der darf sie heiraten.

Aber niemand hat sich gemeldet.
Denn Kummerland ist eine Drachen-Stadt
und die Drachen lassen keine Menschen hinein.
Jim ruft:
Ich möchte Li Si retten!
Dann erfahre ich vielleicht, woher ich selbst komme! 

Lukas erklärt dem König:
Es ist so:
Jim Knopf
kam in einem Paket in unser Land.

Das Paket war eigentlich für Frau Mahlzahn.
Aber wir haben es bekommen.

Wir wissen nicht, woher Jim kommt.
Als Absender stand "13" auf dem Paket.
Deshalb denke ich:
D
ie Wilde Dreizehn hat wohl auch Jim entführt
!
Wenn wir Frau Mahlzahn finden, dann können wir sie fragen,
wer Jims Eltern sind.
Der König sagt:
Ich fürchte, das wird sehr schwer!
Sogar die Reise nach Kummerland ist ein Problem.
Kummerland liegt hinter einem Gebirge.

Das Gebirge ist sehr hoch.
Man kann es nicht überqueren.

Es gibt nur einen Weg.
Er führt durch das Tal der Dämmerung.

Aber dieser Weg ist lebensgefährlich.

Niemand kann durch das Tal der Dämmerung gehen.
Lukas antwortet langsam: 
Vielleicht kann niemand durch das Tal der Dämmerung gehen. 
Aber wir haben eine Lokomotive. 
Wir können fahren!
Eine Lokomotive (die Lokomotive, -n)
Foto: Powerhauer / Wikimedia Commons

Fortsetzung folgt....





Wortliste
die Bnde, -n = eine Gruppe von Personen. Sie machen böse Sachen.
die Nachricht, -en = die Information / die Mitteilung.
jemanden rtten = einer Person helfen, die sehr große Probleme hat. 
seufzen = ausatmen und dabei ein trauriges Geräusch machen.
etwas beknnt machen = etwas allen Leuten sagen. 
sich mlden = (hier:) sagen: ich will das tun.
jemanden hineinlassen =  erlauben, dass jemand hinein geht.
eigentlich = (hier:) Es war für Frau Mahlzahn, aber sie hat es nicht bekommen.
der bsender, - = Person. Sie schickt ein Paket oder einen Brief.
das Geb
irge, - = viele Berge.

überqueren = über etwas gehen (zum Beispiel: Eine Straße überqueren).
das Tal, ̈-er = die Stelle zwischen zwei Bergen.
die Dämmerung, -en Zeit am Morgen und am Abend. Zu dieser Zeit ist es nicht ganz hell und auch nicht ganz dunkel.
gefährlich = so, dass man große Problemeb ekommen kann, wenn man es tut.
lebensgefährlich = so, dass man sterben kann, wenn man es tut. 




Liebe Leute,
morgen erzähle ich den vierten Teil von der Geschichte. 
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Montag, 26. Dezember 2016

Jim Knopf und Lukas - Teil 2

Das Buch "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer".
Mit freundlicher Genehmigung vom Thienemann Verlag.


Liebe Leserinnen, liebe Leser,
gestern habe ich den ersten Teil von dieser Geschichte erzählt.
hier kommt der zweite Teil.
Im Buch ist die Geschichte lang.
Ich erzähle sie ganz kurz und einfach:



Teil 2

Lukas und Jim fahren mit Emma über das Meer.
Nach ein paar Tagen sehen sie Land. 
Am Ufer ist eine schöne, große Stadt. 



Hinten ist das Meer (das Meer, -e). Vorne ist der Strand (der Strnd, ̈-e).
Foto: Mike Baird / Wikimedia Commons.

Die Freunde fahren vom Meer auf den Strand.
Sie denken: 
Wo sind wir jetzt?
Wie heißt diese schöne Stadt? 
Und wo gibt es etwas zu essen?

Acht Erbsen (die rbse,-n). Foto: Renee Comet AV-9400-4164 - National Cancer Institute /Wikimedia Commons


Da kommt ein kleines Kind. 
Es ist nur so groß wie eine Erbse. 
Aber es ist schon sehr höflich.
Es sagt: 
Guten Tag, liebe Fremde. 
Willkommen in dem Land Mandala  
und in unserer Hauptstadt Ping. 
Ich heiße Ping Pong. 
Kann ich Euch helfen?

Lukas antwortet: 
Guten Tag, Ping Pong. 
Wir sind Jim Knopf und Lukas aus Lummerland 
und das ist unsere Lokomotive Emma. 
Wir sind einige Tage über das Meer gefahren. 
Jetzt haben wir einen Riesen-Hunger! 
Kannst Du uns etwas zu essen besorgen?

Ping Pong ruft: 
Kein Problem! 
Ich hole Euch etwas aus der Palast·küche.

Er läuft fort und ist schnell wieder da.
Er hat ein großes Reis-Gericht mitgebracht.
Jim Knopf und Lukas essen. 
Dabei fragen sie: 
Wohnst Du im Palast?

Ping Pong antwortet: 
Ja. Mein Großvater ist Palast-Koch. 
Er kocht für unseren König. 
Mein Großvater kocht sehr gut, 
aber leider isst unser König fast nichts. 
Er ist nämlich sehr unglücklich. 
Vor einem Jahr haben Piraten seine Tochter entführt. 
Sie haben sie zu Frau Mahlzahn nach Kummer·land gebracht. 
Seitdem hat der König keinen Appetit mehr.

Ein Pirat (der Pirat, -en).
Bild: Wikimedia Commons.


Jim wird ganz aufgeregt. 
Er ruft: 
Frau Mahlzahn? Kummerland? 
Das war doch die Adresse auf meinem Paket! 
Wir müssen mit dem König sprechen!

Lukas sagt: 
Lieber Ping Pong, 
bitte bringe uns zum König. 
Vielleicht können wir ihm helfen.




Fortsetzung folgt...





Wortliste
Lnd sehen (nicht: das Land sehen) Auf dem Meer fahren und sehen, dass man in die Nähe vom Fest·land kommt./ Auch: Probleme haben und merken, dass man sie bald lösen kann.
das Ufer, - = Land an einem Gewässer: am Meer, an einem See oder an einem Fluss.
höflich - so, dass man zu anderen Leuten mit Respekt spricht. 
der Hnger, - = das Gefühl, dass man unbedingt etwas essen muss. 
der Riesen-Hnger = sehr großer Hunger.
das Gercht, -e = fertiges Essen.
der ppetit (nur Singular) = das Gefühl, dass man gerne etwas essen möchte (dieses Gefühl ist nicht so stark wie Hunger).
besorgen = (hier) uns etwas bringen.
der Palst, ̈-e = Ein sehr großes, schönes Haus. Darin wohnt ein König.  
unglücklich = so, dass man sehr traurig ist und immer weinen möchte. 
der Pirat, -en = Person. Sie fährt auf einem Schiff über das Meer. Sie geht auf andere Schiffe, tötet die Menschen und nimmt die Sachen von dem anderen Schiff .

entführen =  Einen Menschen gegen seinen Willen von zuhause weg bringen und an einem anderen Ort festhalten.
aufgeregt = so, dass man sehr starke Gefühle hat. Man kann nicht mehr still sitzen und man möchte am liebsten laut schreien. 


Liebe Leute,
morgen erzähle ich den dritten Teil von der Geschichte. 
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