Sonntag, 8. September 2019

Lese-Tipp: Sie nannten mich Unkraut


Das Buch Sie nannten mich Unkraut.
Foto: Spass am Lesen Verlag


Liebe Leute, 

Heute stelle ich ein Buch vor.
Das Buch ist neu - 
und es ist in einfacher Sprache geschrieben.

Es heißt:
"Sie nannten mich Unkraut".


das nkraut, ̈-er
Unkraut ist ein Wort für Pflanzen-
Pflanzen, die man nicht will.
Zum Beispiel:
In meinem Garten sind viele Blumen.
Aber zwischen den Blumen wächst ein bisschen Gras.
Das Gras will ich nicht.
Ich mache es weg.
Das Gras nenne ich Unkraut.


Im Buch erzählt Jakob seine Geschichte.

Am Anfang ist er ein Junge.
Er hat zwei Geschwister. 
Sie sind noch klein.

Jakobs Eltern sind nicht nett.
Sie trinken zu viel.
Sie rauchen auch zu viel.
Die Kinder werden krank vom Rauch.
Eines ist schon gestorben.

Die Eltern kümmern sich nicht um die Kinder.
Nur Jakob kümmert sich um sie. 

Die Eltern danken Jakob nicht.
Oft schreien sie ihn an.
Sie denken: 
Der Junge ist zu weich.
Er ist ein Versager!

Jakob geht in die Schule.
Aber in der Schule denkt er immer:
"Was ist jetzt zu Hause los?
Geht es meinen Geschwistern gut?"

Manchmal fragt der Lehrer etwas.
Dann kann Jakob nicht antworten.
Er hat nicht aufgepasst. 

Er hat einfach zu viele Sorgen.

Jakob geht zehn Jahre zur Schule.
Dann ist er fertig. 
Jetzt ist er ein Mann.
Viel gelernt hat er nicht.
Er kann nicht einmal richtig lesen.
Aber irgendwie hat er es geschafft.

Jetzt arbeitet Jakob bei einem Gärtner.
Er macht nur Hilfsarbeiten.
Vor allem macht er Unkraut weg.
Die anderen Gärtner nennen ihn Unkraut.
Aber sie sagen es im Spaß.
Denn Jakob macht seine Arbeit gut.

Der Chef will Jakob bessere Arbeit geben.
Aber Jakob will nicht.
Er denkt:
"Wenn ich bessere Arbeit mache, muss ich lesen und schreiben.
Das kann ich nicht.
Aber niemand soll das wissen!
Deshalb mache ich nur Hilfsarbeiten.
Dann bemerkt es niemand."

Im Büro vom Chef arbeitet Laura.
Jakob verliebt sich.
Laura mag Jakob auch.
Bald wohnen sie zusammen.
Und sie bekommen ein Baby.
Sie nennen es Paul.
Jakob liebt Paul sehr. 

Aber dann passiert ein Unglück.

Jakob ist mit Paul allein.
Paul ist krank.
Er hat Fieber.

Laura hat gesagt:
Im Schrank ist ein Medikament gegen Fieber.
Gib es Paul, wenn das Fieber steigt.

Pauls Fieber steigt.
Es geht ihm schlecht. 

Jakob sucht das Medikament.
Aber im Schrank sind viele Medikamente.
Welches ist richtig?
Jakob weiß es nicht.
Er kann die Namen nicht lesen.

Paul geht es schon sehr schlecht.
Jakob kommt in Panik.
Wird Paul sterben?
Was soll er nur tun?

Da kommt Laura nach Hause.
Sie schreit:
Was hast Du mit dem Kind gemacht? 
Jakob sagt:
Ich konnte Paul kein Medikament geben.
Ich kann nicht lesen.

Laura gibt Paul schnell ein Medikament.
Sie schreit Jakob an:
Hau ab! Ich will Dich nie wieder sehen!

Jakob nimmt seine Sachen und geht.

Laura trennt sich von Jakob. 
Er darf Paul nicht mehr sehen.

Jakob denkt:
"Ich bin ein Versager.
Ich mache alles falsch.
Das war schon immer so. 
Jetzt bin ich am Ende."

Jakob bekommt Arbeit im Ausland.
Er will weg von allem.
Aber er vermisst Paul sehr.

....

Wie geht es Jakob im Ausland?
Wird er Paul wiedersehen? 

Die Geschichte ist noch lange nicht aus!
Sie wird noch richtig spannend.
Aber ich erzähle nur bis hier.
 
Nur eines verrate ich:
Mit der Arbeit im Ausland hat Jakob Glück gehabt.
Sein Leben verändert sich sehr.



Die Autorin: Marion Döbert

Marion Döbert
Foto: Mit freundlicher Genehmigung von M. Döbert.


Marion Döbert
Das Buch Sie nannten mich Unkraut hat Marion Döbert geschrieben.

Marion Döbert ist Journalistin.
Und sie ist Lehrerin.
Sie unterrichtet Erwachsene.
Diese Erwachsenen können Deutsch sprechen.
Aber sie können es nicht so gut lesen und schreiben.

Geschichten helfen beim Lesen·lernen.
Aber sie müssen einfach geschrieben sein.
Sonst macht es keinen Spaß.

Früher gab es einfache Geschichten nur für Kinder,
aber nicht für Erwachsene.
Da hat Marion Döbert selbst welche geschrieben.
Zuerst hat sie es für ihre Schüler gemacht.
Dann auch für einen Verlag.
Der Verlag heißt Spaß am Lesen Verlag

Marion Döbert hat schon 17 Bücher dort heraus·gebracht.
Auch das Buch Sie nannten mich Unkraut.

Aber nicht nur das:
Sie hat auch bekannte Bücher übersetzt:
Von schwerem Deutsch in einfaches Deutsch. 

Ich finde das toll.
Und ich bin nicht allein!
Andere Leute denken auch so.
Deshalb hat Marion Döbert das Bundes·verdienst·kreuz bekommen.
Das bekommt man von dem Land Deutschland,
wenn man etwas sehr Gutes für andere Leute tut.

Das Bundesverdienstkreuz, -e
Foto: Sigismund von Dobschütz /
Wikimedia Commons



Was ich über das Buch Sie nannten mich Unkraut denke


Das Buch hat mir sehr gut gefallen.
Die Sprache ist einfach.
Aber der Inhalt ist nicht so einfach.
Man kann lange darüber nachdenken.

Manchmal geht es Jakob im Buch schlecht.
Dann wird man selbst ganz traurig.
Ich bin jedenfalls traurig geworden ...
Und ich habe mich gefreut, wenn es für Jakob gut lief.
Wenn ein Buch das schafft, ist es toll.

Die Geschichte ist gut aufgebaut.
Ein Ereignis folgt aus dem anderen.
Am Ende gibt es eine Überraschung. 
Die ist der Autorin besonders gut gelungen.
Sie kommt nämlich unerwartet,
aber sie ist nicht unwahrscheinlich. 


Ich finde, das Ende ist fast zu schön...

Aber das ist nur eine kleine Kritik.
Das Buch hat mir trotzdem sehr gut gefallen.


Empfehlung

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
dieses Buch ist einfach geschrieben.
Aber es ist für Leute, die gut Deutsch sprechen.
Das können Sie noch nicht.

Vielleicht sind für Sie viele Wörter im Buch neu. 
Aber diese Wörter benutzen wir oft.
Es ist gut, wenn Sie sie kennenlernen. 
Und die Sätze sind wirklich ganz einfach.

Lesen Sie es. ;-)
Ich glaube, es wird Ihnen gefallen.


Info (Disclaimer):
Ich habe das Buch vom Verlag Spaß am Lesen bekommen.
Aber ich bekomme kein Geld für diesen Blogpost.




Wortliste
der Verlag, -e = Firma. Sie macht Bücher.
der Rauch (nur Singular) = schmutzige Luft aus einer Zigarette oder von einem Feuer.
sich um jemanden kümmern = immer wieder etwas für eine Person tun, was die Person selbst nicht tun kann.
nschreien = sehr laut und unfreundlich mit einer Person sprechen, weil man böse auf die Person ist.
der Versager, - = Person. Sie macht nur Fehler. Sie schafft nichts.
etwas schffen = etwas fertig machen können / (hier:) die Schule fertig machen.
zu Hause/Zuhause = Wohnung / Ort, wo man wohnt.
die Srge, -n = Gedanken an Probleme.
der Gärtner, - = Person. Sie arbeitet beruflich im Garten.
die Hlfsarbeit, -en = sehr einfache Arbeit.
im Spaß sagen  = etwas sagen, aber nicht ernst meinen / etwas nur sagen, weil es lustig ist.
bemerken = (hier:) etwas sehen oder erkennen, was man nicht sofort sieht oder erkennt.
das nglück, -e = schreckliches Ereignis. Menschen werden dabei krank oder sterben.
das Fieber, - = Wenn der Körper heiß wird, hat man Fieber.
das Medikamnt, -e = Medizin.
die Panik, -en =  Große Aufregung, große Angst / Man weiß nicht, was man tun soll.
Hau b! = Geh weg! Verlasse diesen Ort!
vermssen = immer an jemanden denken und mit ihm zusammen sein wollen.
spnnend = (z.B. Buch / Film) so, dass man das Ende wissen will.
verraten, verriet, verraten = etwas sagen, das niemand wissen soll. 
der Autor, -en / die Autorin, -nen = Mann / Frau. Er/Sie schreibt Texte.
herausbringen, brachte heraus, herausgebracht = machen, dass ein Buch in die Welt kommt.
jedenfalls = es ist vielleicht nicht immer so, aber hier ist es so. 
es läuft gut für ihn = sein Leben ist gut / In seinem Leben passieren gute Sachen.

das Ereignis,-sse = Sache, die passiert.
eine Sache flgt aus der anderen Sache= (hier:) weil eine Sache passiert ist, passiert danach die andere Sache .
nerwartet = so, dass man es nicht kommen sieht.
nwahrscheinlich = so, dass es eigentlich nicht passiert sein kann


Liebe Leserinnen, liebe Leser,
hinterlassen Sie gerne einen Kommentar.
Hier unten ist Platz: ↡

Samstag, 17. August 2019

Spaghetti-Eis

[sprich: spagtti-eis]

Vor einiger Zeit hatte ich Besuch aus Korea.
Das Wetter war sehr warm.
Wir gingen in eine italienische Eis·diele.


Ein Spaghetti-Eis (das Spaghtti-Eis (nur Singular))
Foto: Frank C. Müller / Wikimedia Commons

In der Speise·karte waren viele Fotos.
Meine Gäste sahen die Fotos an.
Plötzlich sagten sie:
Oh! Hier gibt es nicht nur Eis.
Es gibt auch Spaghetti.

Ich sagte:
Aber das ist doch Spaghetti-Eis!
Kennen Sie das nicht?

An diesem Tag habe ich gelernt:
Spaghetti-Eis gibt es nicht überall.



Aus dieser Nudelpresse kommen Eis-Spaghetti.
Foto: Esistimfluss / Wikimedia Commons




Spaghetti-Eis ist eigentlich Vanille·eis.
Man presst es durch eine Nudel·presse.
Auf dem Eis ist Erdbeer·soße.
Das sieht aus wie Spaghetti mit Tomaten·soße.
Und der Parmesan·käse?
Der ist aus weißer Schokolade.

Italienisches Eis ist in Deutschland berühmt.
Viele Eisdielen hier gehören Leuten aus Italien.
Einer von ihnen hat das 1969 das erste Spaghetti-Eis gemacht.
Es wurde ein Riesen-Erfolg -
aber nur in Deutschland.

In Italien gibt es kein Spaghetti-Eis.


Wortliste

italienisch = aus dem Land Italien.

die Eisdiele, -n = Café, in dem es vor allem Eis und Getränke gibt.

die Speisekarte, -n = Papier. Darauf stehen die Speisen von dem Restaurant.

plötzlich = schnell. So, dass man es vorher nicht erwartet.

das ist doch ~ = sagt man, wenn etwas anders ist als man vorher gedacht hat.

eigentlich = genau gesagt / richtig gesagt.

die Vanlle = Gewürz für süße Speisen.

die Nudelprsse, -n = Gerät. Man tut Teig hinein und macht Nudeln. (siehe Bild)

prssen = mit großer Kraft drücken.

die Erdbeersoße, -n = Flüssigkeit aus Erdbeeren und Zucker.

die Tomatensoße, -n = Flüssigkeit aus Tomaten und Gewürzen.

der Parmesankäse,- = Ein harter Käse aus Italien. Man isst ihn zu Spaghetti.
berühmt = so, dass es jeder kennt und jeder sagt: Es ist toll!

der Erflg, e = das gute Ergebnis / das gewünschte Ergebnis.

riesig = sehr, sehr groß

der Riesen-Erflg, -e = sehr großer Erfolg.





Liebe Leserinnen, liebe Leser,
Kennen Sie Spaghetti-Eis?
Schreiben Sie einen Kommentar. :-)






Donnerstag, 1. August 2019

Iiiiiih!

Stellen Sie sich vor, was mir passiert ist!

 
Zwei Spiegeleier (das Spiegelei, -er)
Foto: Yomi955 aus Kyoto / Wikimedia Commons


Ich habe ein Spiegelei gemacht.

Ich wollte Paprikapulver auf das Ei tun.
Das Pulver ist in einer Streudose.  


Paprika·pulver (das Pprikapulver, -)
Foto: Badagnani/ Wikimedia Commons




 


Eine Streu·dose (die Streudose, -n)
Graphik: Jean Paul Gibert / Wikimedia

Ich nahm die Dose und streute.
Aber aus der Dose kam kein Paprika.
Aus der Dose kamen kleine schwarze Käfer!

Sie fielen auf das Ei
und versanken im Eigelb.

Igitt.

Käfer (der Käfer, -)
Zeichnung: Thomas Belt/ Wikimedia.

Wortliste
iiiih! igitt! = diese Wörter sagt man, wenn etwas eklig ist. Zum Beispiel: Igitt, das kann man doch nicht mehr essen! 
streuen = Pulver oder Körner auf etwas tun. Zum Beispiel: Salz auf das Essen streuen. 
versnken, versnk, versnken = in Wasser oder eine andere Flüssigkeit fallen und auf den Boden gehen. 
das Eigelb, -e = der Teil in der Mitte vom Ei. Er ist gelb.

Liebe Leserinnen, liebe Leser,  
ist Ihnen so etwas auch schon passiert?
Erzählen Sie!
Hier unten ist Platz.

Sonntag, 16. Juni 2019

Gewitter

 Der Sommer ist da.
Jetzt gibt es oft Gewitter.

Ein Gewitter kommt (das Gewtter, -)
Foto: Huhu Uet / Wikimedia

Ich habe schon viele Gewitter erlebt.
An zwei davon erinnere ich mich noch sehr gut.

Einmal war ich noch ein Kind.
Ich war zuhause.
Meine Mutter und meine Schwester waren auch da.
Ein Gewitter begann.
Wir sahen die Blitze und hörten die Donner. 
Es war sehr dunkel und sehr windig.
Der Regen schlug an die Fenster.



Ein Blitz (der Bltz, -e).
Foto: André Karwath aka Aka / Wikimedia

Das Gewitter kam näher und näher.
Es wurde lauter und lauter. 
Es blitzte - und sofort hörte man den Donner. 
Der Lärm hörte gar nicht mehr auf. 

Meine Mutter sagte:
Das Gewitter ist genau über uns.
Habt keine Angst.
Wir haben einen Blitzableiter.
Aber wir gehen in den Flur.



Rechts am Haus ist ein Blitzableiter
(der Bltzableiter, -).
Bild:Christian Erdmann Mirus, 1782 / Wikimedia




Wir gingen in den Flur und setzten uns auf den Boden.
Auf einmal gab es einen Knall.
Er war unglaublich laut.

Zuerst hörte ich nur ein Singen in meinen Ohren.
Dann hörte ich meine Mutter.
Sie sagte:
Der Blitz hat eingeschlagen.
Hör auf zu schreien.
Es ist nichts passiert.

Dann hörte das Gewitter langsam auf.


 
Foto: Huhu Uet / Wikimedia





Das andere Gewitter war vor ein paar Jahren.

Der Tag war sehr warm.
Aber das Wetter war nicht schlecht.

Ich war in meiner Wohnung.

Da wurde es draußen dunkel.
Das Licht wurde ganz komisch.

Ich schaute aus dem Fenster.
Der Himmel war nicht schwarz - 
er war violett und gelb!

Plötzlich kamen Wind, Regen und Blitze - alle auf einmal. 
Der Wind war sehr laut.
Er war lauter als das Gewitter.
Der Regen fiel nicht von oben nach unten -
er fiel waagerecht gegen die Fenster.

Ich lief durch die Wohnung.
Sind alle Fenster zu?

Ja, alle Fenster waren zu.
Aber der Wind war so stark,
dass ich Angst bekam.
Ich dachte:
Vielleicht gehen die Fenster kaputt!

Ich ging in den Flur und setzte mich auf den Boden.
Der Lärm draußen war unglaublich.
Aber es dauerte gar nicht lange.
Plötzlich war es vorbei.

Das Licht draußen wurde ganz hell.
Es war viel heller als vorher.
Ich dachte:
Brennt unser Dach?

 
Auf diesem Dach ist Feuer. Es brennt.
(Ort: Bremgarten, Schweiz)
Foto: Micha L. Rieser / Wikimedia.


Ich lief ans Fenster.
Da sah ich:
Das Licht kam nicht von einem Feuer.
Vor dem Haus waren zwei Bäume umgefallen.
Deshalb hatten wir mehr Licht.


Ein Baum ist umgefallen.
Foto: Spielvogel / Wikimedia Commons


Wir hatten Glück.
Die Bäume waren nicht auf unser Haus gefallen.
Fast nichts war kaputt.
Nur die Regenrinne war abgerissen.


Eine Regenrinne (die Regenrinne, -n)
Foto: Agnete / Wikimedia Commons

An dieses Gewitter musste ich noch lange denken.




 
Wortliste:
erleben = dabei sein, wenn etwas passiert.
der Dnner, - = Lärm nach einem Blitz.
das Gewitter, - = Regen und Blitze und Donner .
zwei davon = zwei von allen.
wndig = so, dass es viel Wind gibt.
der Flur = Raum in der Wohnung. Im Flur geht man von einem Zimmer zum anderen.
der Knll = Lärm. Er kommt plötzlich.
unglaublich = so, dass man es nicht glauben kann.
einschlagen, schlug ein, eingeschlagen = (Blitz) das Haus treffen.

Hör auf zu + Verb (Inf) = mache Verb nicht mehr! 
schreien, schrie, geschrien [geschri´en]= laut rufen, laut weinen.
Es ist nichts passiert = es ist alles gut.
komisch = (hier:) so, dass es nicht normal ist.

waagerecht = von einer Seite zur anderen. 
snkrecht = von oben nach unten. 
das Feuer, - = (siehe Bild).
brnnen, brnnte, gebrnnt = was ein Feuer tut.
mfallen, fiel m, mgefallen = zuerst stehen, und plötzlich liegen.
breißen, rß ab, bgerssen = von einer großen Sache eine kleine Sache schnell wegmachen. Zum Beispiel: Eine Seite aus einem Heft reißen.



Freitag, 29. März 2019

Bestellung im Restaurant :-)

In der Nähe von meinem Haus gibt es ein Restaurant.
Der Koch ist wunderbar.
Das Essen schmeckt immer gut.

Neulich war ich wieder dort.
Am Tisch neben mir saßen zwei Frauen.
Sie hatten ihr Essen schon bekommen.
Sie sprachen darüber, wie gut es war.

Da kam eine Mutter mit einem Kind.
Der Kellner brachte die Speisekarte.
Die Mutter sagte:
Ich möchte den Fisch.
Das Kind sagte mit heller Stimme:
Ich möchte das Hühnchen.

Da sagte eine von den Frauen leise:
Ich möchte den Koch.


Ein Koch am Herd.
Künstler: unbekannt
Scan: Rainer Zenz / Wikimedia Commo


Wortliste:
bestllen = (im Restaurant: ) sagen, was man essen möchte. 
die Bestllung, -en = (Substantiv von:) bestellen
der Kch,  ̈-e = Person. Sie kocht Essen.
wnderbar = so, dass es sehr gut ist und dass man sich darüber sehr freut.
neulich = vor wenigen Tagen.
der Kllner, - = Person. Sie bringt das Essen zu den Gästen.
die Speisekarte, -n = Papier oder Buch. Darin kann man lesen, welches Essen es in dem Restaurant gibt.
die Stmme, -n = wie ein Mensch spricht oder singt.
hll = so, dass es viel Licht gibt / (Stimme: ) so, dass man es gut hören kann.

Sonntag, 10. März 2019

Ein Gedicht von Erich Fried

Erich Fried
Liebe Leute,

hier kommt ein Gedicht von Erich Fried.
Es ist ein Gedicht über die Liebe.
Viele Leute kennen es.

Die Grammatik ist einfach.
Die Wörter sind vielleicht schwer.
Aber diese Wörter benutzten wir oft.
Das Lernen lohnt sich. 


 
Bild: Nevit Dilmen / Wikimedia Commons


Was es ist

Es ist Unsinn
sagt die Vernunft
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist Unglück
sagt die Berechnung
Es ist nichts als Schmerz
sagt die Angst
Es ist aussichtslos
sagt die Einsicht
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist lächerlich
sagt der Stolz
Es ist leichtsinnig
sagt die Vorsicht
Es ist unmöglich
sagt die Erfahrung
Es ist was es ist
sagt die Liebe


 

Der Dichter Erich Fried (1921-1988)


Erich Fried (ganz rechts)
Foto: Bundesarchiv / Wikimedia Commons

Auf diesem Bild sieht man Erich Fried.
Er ist nicht allein.
Er redet mit anderen Leuten.
Das Bild passt zu ihm:
Erich Fried hat viel mit anderen Leuten geredet.

Es waren die Jahre nach dem zweiten Weltkrieg.
Viele Leute dachten:
Deutschland hat große Fehler gemacht.
Wir wollen nie wieder Krieg.
Wir wollen Frieden.
Wir wollen unser Land besser machen
und mit anderen Ländern gerecht zusammen leben.

Erich Fried war einer von diesen Leuten.
Er hat laut gesagt, was er denkt.
Er hat in Gruppen diskutiert
und in der Öffentlichkeit gesprochen.
So hat er für den Frieden gearbeitet.

Als ich jung war,
kannte ich Erich Fried nur von seiner Friedensarbeit.

Erst als ich studierte,
habe ich Gedichte von ihm kennengelert,
Ich war überrascht.
Ich habe gedacht:
"Oh. Erich Fried ist auch ein Dichter!"


Erich Fried war Dichter und Übersetzer.
Er hat englische Literatur ins Deutsche übersetzt.
Zum Beispiel Shakespeare.
Aber auch Dylan Thomas und viele andere.

"Was es ist" ist das bekannteste Gedicht von Erich Fried. 
Hier können Sie es hören:
https://www.youtube.com/watch?v=wKlFZmCsHkE
(Die Sprecherin ist Katharina Thalbach.)



Wortliste
sich lohnen =  einen Vorteil bringen // gut sein, weil man es noch oft brauchen kann.

der nsinn (nur Singular) = Etwas, das dumm ist / Etwas, das keinen Sinn hat.
vernünftig = so, dass man Dinge plant, die man gut machen kann, und die gut für einen sind.
die Vernnft (nur Singular)= (Substantiv von:) vernünftig
das nglück, -e = Eine Sache oder Situation, von der man große Probleme bekommt.
berchnend =  so, dass man nur daran denkt, was gut für einen selbst ist. Man denkt nicht daran, was gut für andere ist.
die Berchnung (nur Singular) = (Substantiv von:) berechnend.
schmrzen = weh tun.
der Schmrz, -en = (Substantiv von:) schmerzen.
die ngst, ̈-e = das Denken: "Etwas wird mir weh tun // Etwas Schlimmes wird passieren".
aussichtslos = so, dass es einen Plan gibt, aber dieser Plan kann nie wahr werden.
einsehen, sah ein, eingesehen  =  erkennen, dass eine Sache nicht so geht, wie man gedacht hat.
die Einsicht, en = (Substantiv von:) einsehen.
lächerlich = so, dass man darüber lachen muss.
stlz = (hier: ) so, dass man möchte, dass andere Leute einen stark respektieren.
der Stlz (nur Singular) = (Substantiv von:) stolz
leichtsinnig = so, dass man Dinge tut, die weh tun können // so, dass man oft nicht nachdenkt und gefährliche Dinge tut.
vorsichtig = so, dass man nicht tut, was weh tun kann // so, dass man viel nachdenkt, bevor man etwas tut.
die Vorsicht (nur Singular) = (Substantiv von:) vorsichtig.
unmöglich = so, dass es nie passieren kann.
erfahren = so, dass man eine Sache schon oft getan hat // so, dass man eine Situation schon oft erlebt hat.
die Erfahrung, -en = (Substantiv von:) erfahren.