Samstag, 11. September 2021

Ein Freund, ein guter Freund

Liebe Leute, 

heute stelle ich Ihnen ein Lied aus dem Jahr 1930 vor.


Das Lied heißt: "Ein Freund, ein guter Freund".

Hier können Sie es hören:

Ein Freund, ein guter Freund


Und so fängt der Text an:

 

Der wahre Freund allein

ist doch das höchste Gut auf Erden!


Ein Freund, ein guter Freund,

Das ist das Beste, was es gibt auf der Welt.

Ein Freund bleibt immer Freund,

Und wenn die ganze Welt zusammenfällt.

Drum sei auch nie betrübt,

Wenn dein Schatz dich nicht mehr liebt;

Ein Freund, ein guter Freund,

Das ist der größte Schatz, den's gibt!

und wenn = auch wenn / obwohl
den´s = den es

Wortliste
wahr
 = richtig / wirklich / so, dass es stimmt.
der wahre Freund = der Freund, der immer da ist - auch wenn es schwierig ist.
das Gut, ̈-er= das, was man hat.
das höchste Gu= das wichtigste, was man hat.
auf Erden = auf der Erde /auf der Welt / im Leben.
zusmmenfallen = kaputt gehen.
betrübt = (altes Deutsch für:) traurig.
der Schtz, ̈-e = viel Geld, großer Besitz.
der Schtz, ̈-e = Person, die man liebt.



Die Comedian Harmonists


Dieses Lied ist von den  "Comedian Harmonists".
Die Comedian Harmonists waren eine a-cappella-Gruppe aus Berlin.
1928 gaben sie ihre ersten Konzerte.
Sie hatten schnell großen Erfolg.

Die Comedian Harmonists (sprich: komidi´en harmonists)
Fotograf unbekannt / Bulgarian Archives State Agency/ Wikimedia Commons



Aber ihre Freundschaft dauerte nicht lange.
Drei von den Sängern waren Juden.
1933 kamen in Deutschland die Nazis an die Macht.
Sie machten den Comedian Harmonists viele Schwierigkeiten:
Sie machten Gesetze gegen Juden,
sie kamen und störten die Konzerte...

Zuerst gaben die Comedian Harmonists viele Konzerte im Ausland.
So konnten sie den Nazis ausweichen.
Aber 1935 kam ein Verbot:
Die Gruppe durfte nicht mehr zusammen singen.
Die drei jüdischen Sänger gingen ins Ausland.
Die nicht-jüdischen Sänger blieben in Deutschland.

Das war das Ende der Comedian Harmonists.
Aber es war nicht das Ende von ihrer Musik.
Ihre Lieder sind heute noch beliebt.
Viele Sänger covern sie.
das Ende der = das Ende von den


Wortliste

-cppella-Grppe, -n = Leute, die zusammen singen. Es sind keine Instrumente dabei. 

das Konzrt, -e = Veranstaltung, wo man Musik hören kann.

ein Konzrt geben = als Musiker ein Konzert machen.

der Erflg, -e = wenn man etwas macht und alle Leute sagen: "das ist gut!", dann hat man Erfolg.

der Jude, -n = Person. Das Buch "Torah" ist wichtig für sie. In Israel leben viele Juden. 

die Mcht (nur Singular) = wer Macht hat, kann anderen Leuten sagen, was sie tun sollen. 

an die Mcht kmmen = in einem Land der Boss werden und alle anderen Meinungen verbieten.

die Nazis = die Partei (Gruppe) von Adolf Hitler

jemandem Schwierigkeiten machen = für jemand das Leben schwer machen.

das Gestz, -e = Regel für das ganze Land.

stören = Lärm oder Unsinn machen, so dass eine Veranstaltung nicht weitergehen kann.

ausweichen, wich aus, ausgewichen = weggehen, damit man keine Probleme mit jemand bekommt.

verbieten, verbot, verboten = sagen, dass jemand etwas nicht mehr machen darf.

das Verbot, -e = (Substantiv von:) verbieten

covern (sprich: kwern)= Musik von jemand anders nachsingen oder nachspielen


Sonntag, 8. August 2021

Der Räuber Hotzenplotz


Liebe Leute,

passen Sie jetzt gut auf!

Denn heute stelle ich Ihnen Deutschlands gefährlichsten Verbrecher vor.

Es ist….



Bild mit freundlicher Genehmigung des Thienemann-Verlags.



Der Räuber Hotzenplotz!

Họtzenplotz (Name)

Und das ist seine Geschichte:


1

Großmutter sitzt im Garten und mahlt Kaffee.

Sie hat eine ganz besondere Kaffeemühle.

Wenn man die Mühle dreht, macht sie Musik.


Eine Kaffeemühle (die Kaffeemühle, -n)
Foto: Fotoandi+Denis Barthel / Wikimedia (siehe unten)


Die Kaffeemühle war ein Geschenk von Kasperl.

Das ist Großmutters Enkel.

Er will Großmutter heute besuchen.

Dann gibt es Kaffee und Pflaumenkuchen.

Ksperl (Name)


Pflaumenkuchen (der Pflaumenkuchen, -).
Auf dem Kuchen ist Sahne (die Sahne)
Foto: Jordi/ Wikimedia Commons (CC 4.0)



Auf einmal hört Großmutter eine Stimme:

Geben Sie mir die Kaffeemühle!

Und zwar sofort!“


Großmutter schaut auf.

Vor ihr steht ein Mann.

Er hat einen großen Hut,

einen schwarzen Bart,

eine Pistole

und sieben Messer im Gürtel.


Achtung! Der Mann hat eine Pistole! (die Pistole, -n)
Foto mit freundl. Genehmigung des Thienemann-Verlags.


Noch einmal sagt er:

Her mit der Kaffeemühle!

Wird´s bald?“


Großmutter ist empört.

Was erlauben Sie sich?

Das ist meine Kaffeemühle!!"


Der Mann lacht böse.

Er sagt:

Sie wissen wohl nicht, wer ich bin?

Lesen sie denn keine Zeitung?“


Großmutter schaut den Mann genau an.

Sie erschrickt.

In der Zeitung war ein Foto von einem gefährlichen Räuber.

Er sah genau so aus wie dieser Mann!


Großmutter sagt:

Sind sie etwa der Räuber Hotzenplotz?“


Der Mann sagt:

So ist es!

Und jetzt her mit der Kaffeemühle!“


Hotzenplotz läuft mit Großmutters Kaffeemühle davon.


Großmutter sagt lange nichts.

Dann schreit sie laut: „Hilfe!“

Und dann - fällt sie in Ohnmacht.


Wortliste

gefährlich = so, dass es Menschen schaden, weh tun oder sie töten kann.

der Verbrẹcher, - = Mensch. Er tut sehr böse Dinge.

der Räuber, - = Mensch. Er nimmt Leuten mit Gewalt ihre Sachen weg.

mahlen = harte Sachen mit einem Gerät klein machen wie Sand. Zum Beispiel: Korn zu Mehl mahlen.

Die Kạffeemühle, -n = Gerät. Damit mahlt man Kaffeebohnen zu Kaffeepulver.

der nkel, - = das Kind von meinem Kind ist mein Enkel.

Her mit …! = „Geben Sie mir …“ (unhöfliche Sprache)

wịrd´s bạld? = „bist Du noch nicht fertig?“ (unhöfliche Sprache)

empört = so, dass man sehr böse ist, weil jemand etwas tut, was man nicht tun darf.

Was erlauben Sie sịch? = „Wie können Sie so etwas tun? Das dürfen Sie gar nicht!“

erschrẹcken, erschrak, erschrocken (er/sie erschrịckt) = Etwas plötzlich sehen oder hören, was man vorher nicht gedacht hat, und sich plötzlich sehr schlecht fühlen.

twa = vielleicht

davonlaufen = weglaufen / schnell an einen anderen Ort gehen

in Ohnmacht fallen = auf den Boden fallen, nichts mehr sehen, nichts mehr hören und nichts mehr wissen.



2

Kasperl und sein Freund Seppel sind im Geschäft.

Sie kaufen ein:

Mehl, Zucker, Butter, Pflaumen und Sahne.

Diese Sachen sind für Großmutter.

Großmutter macht daraus Pflaumenkuchen.

Denn jeden Samstag gibt es bei Großmutter Kaffee und Pflaumenkuchen.

Kasperl und Seppel freuen sich schon auf den Kuchen!

Sppel

Plötzlich hören sie einen Schrei.

Er ist weit weg - aber Kasper sagt sofort:

Du Seppel! Hast Du das gehört?

Das war doch Großmutter!

Wir müssen ihr helfen!


Kasperl und Seppel laufen zu Großmutters Haus.

An einer Straßenecke stoßen sie mit einem Polizisten zusammen.

Es ist Wachtmeister Dimpfelmoser.

Alle drei fallen auf den Boden.

Dịmpfelmoser (Nachname)

Wachtmeister Dimpfelmoser schimpft:

Könnt ihr nicht aufpassen?

Ihr dürft mich nicht aufhalten!

Ich bin im Dienst!!

Es hat nämlich jemand um Hilfe gerufen.“


Kasperl und Seppel rufen wie aus einem Mund:

Ja! Das war Großmutter!“

Zu Dritt laufen sie weiter.

Bald sind sie bei Großmutter.

Großmutter sitzt in ihrem Garten auf der Bank.

Sie ist ganz blass.


Kasperl und Seppel rufen:

"Großmutter, Großmutter! Was ist passiert?"


Wachtmeister Dimpfelmoser sagt:

"Ruhe!

Ich stelle hier die Fragen!

Großmutter, was ist passiert?“


Großmutter öffnet den Mund.

Da ruft Wachtmeister Dimpfelmoser:

"Moment! Erst muss ich mein Schreibheft und meinen Stift herausholen.

Ich muss schließlich ein Protokoll machen."


Er sucht sein Schreibheft und seinen Stift.

Dann sagt er:

So, Großmutter. Sprechen Sie!

Aber schön langsam und der Reihe nach,

damit ich alles aufschreiben kann.“


Großmutter sagt:

Der Räuber Hotzenplotz war hier.

Er hat meine Kaffeemühle gestohlen.

Dann ist er weggelaufen.“


Wachtmeister Dimpfelmoser sagt:

Das ist ja unerhört!

Dieser Räuber wird immer frecher."


Kasperl und Seppel reden durcheinander:

Großmutter, wie schrecklich!

Wenn Deine Kaffeemühle weg ist,

dann kannst Du ja keinen Kaffee kochen.

Gibt es dann heute keinen Kaffee und Pflaumenkuchen?

Das ist ja furchtbar!“


Ruhe!“, sagt Wachtmeister Dimpfelmoser.

Mein Protokoll ist noch nicht fertig.“


Alle warten, bis Wachtmeister Dimpfelmoser den letzten Punkt geschrieben hat.

Dann sagt Großmutter:

Lieber Wachtmeister Dimpfelmoser,

werde ich meine Kaffeemühle zurück bekommen?“


Wachtmeister Dimpfelmoser antwortet:

Ganz bestimmt.

Die Polizei wird ihre Kaffeemühle wieder zurückbringen...“

Er zögert.

„… aber das wird nicht so schnell gehen.

Wir müssen den Räuber Hotzenplotz zuerst fangen.

Und das ist schwer,

denn niemand weiß, wo er wohnt.“


Kasperl und Seppel sehen sich an.

Beide denken dasselbe:

Wir müssen der Polizei helfen!


Wortliste

der Schrei, -e = (Substantiv von:) schreien.

der Wchtmeister, - = (hier:) höfliche Anrede für einen Polizisten.

zusmmenstoßen, stieß zusmmen, zusmmengestoßen = in eine andere Person hineinlaufen / in ein anderes Auto hineinfahren.

jdn. aufhalten = (hier:) jemanden nicht weitergehen lassen / machen, dass jemand langsamer wird.

im Dienst sein = (nur für Beamte:) jetzt gerade arbeiten.
wie aus einem Mund = gleichzeitig. 

zu Drtt = drei Personen zusammen.

blạss = weiß im Gesicht

das Protkoll, -e = Papier, auf dem steht, was bei einem Gespräch gesagt worden ist.

der Reihe nach = eines nach dem anderen.

unerhört = so schlimm, dass man es sich gar nicht vorstellen kann / so schlecht, wie man es noch nie gehört hat.

frch = so, dass man gegenüber andere Menschen respektlos ist und keine Regeln beachtet

immer frcher = immer mehr frech

durcheinnder reden = alle zugleich reden, so dass man nichts mehr versteht.

zögern = einen Moment lang nichts tun oder sagen, weil man nicht weiß, ob man es tun (oder sagen) soll.

fạngen, fing, gefạngen = ein Tier oder einen Menschen fest halten und nicht mehr weggehen lassen.



3

Kasperl und Seppel treffen sich vor dem Dorf.

Sie haben einen Plan:

Sie wollen dem Räuber Hotzenplotz eine Falle stellen.

Als Köder benutzen sie eine große Kiste.

In der Kiste ist Sand.

Aber auf der Kiste steht: „Gold“.



Das Kind zieht einen Wagen (ziehen, zog, gezogen /
 
der Wagen, -Foto: Faldrian / Wikimedia (s. u.)

Die Kiste steht auf einem Wagen.

Kasperl und Seppel ziehen den Wagen die Straße entlang.

Das macht großen Lärm.



In seinem Versteck liegt der Räuber.

Er hört den Lärm.

Er nimmt sein Fernglas und schaut.

Was sieht er da?

Er sieht zwei Jungen.

Einer hat eine rote Zipfelmütze.

Das muss Kasperl sein.

Niemand anders hat so eine Mütze!


Dann ist der andere Junge bestimmt Seppel.

Denn Kasperl und Seppel sind immer zusammen.


Und was ist das für eine Kiste?“,

Denkt der Räuber.

Er stellt das Fernglas schärfer ein.

Jetzt kann er lesen, was auf der Kiste steht:

Gold“!


Holla!“ sagt Hotzenplotz.

diese Kiste hole ich mir!“


Er hebt seine Pistole,

springt aus seinem Versteck hervor

und schreit:

Halt! Her mit der Kiste, oder ich schieße!“


Kasperl und Seppel freuen sich:

Der Plan gelingt.

Sie lassen den Wagen los und laufen schnell weg.


Räuber Hotzenplotz zieht den Wagen mit der Kiste nach Hause.

Er wohnt in einer Höhle tief im Wald.


Wortliste: 

die Fạlle, -n = Kiste oder Loch. Wenn ein Tier hinein geht, kann es nicht mehr heraus.

der Köder, - = Etwas, das man in die Falle legt, damit das Tier hinein geht. 

jemandem eine Fạlle stllen = machen, das jemand einen Fehler macht und man ihn fangen kann.

der Sạnd (nur Singular) = viele, viele sehr kleine Steine. Zum Beispiel: "die Kinder spielen im Sand". 

das Gld (nur Singular) = Metall. Es ist gelb und sehr teuer.

das Verstck, -e = Ort, wo einen niemand sieht.

entlạng =  auf einer Straße oder an einer Wand von vorne nach hinten oder von hinten nach vorne gehen.  

das Frnglas,  ̈ ̈-er = Gerät. Es ist wie eine große, schwere Brille. Damit kann man sehr weit sehen.

die Zpfelmütze, -n = Mütze. Sie ist sehr lang und hängt über den Rücken herunter.

schärfer einstellen = an einem Fernglas drehen, so dass man besser sieht.

holen = hin gehen und eine Sache nehmen und zurück bringen.

hervor = heraus

schießen, schß, geschssen = Eine Pistole (oder eine andere Schußwaffe) benutzen, so dass eine Kugel heraus kommt.

gelngen, gelng, gelngen = gut gehen / (Plan:) so gehen, wie man es wollte.

die Höhle, - n = großes Loch im Berg oder im Boden.


4

Aber es gibt etwas, das der Räuber nicht weiß:

Die Kiste hat ein kleines Loch.

Sand läuft aus dem Loch.

Der Sand macht eine Spur auf der Straße -

bis zur Höhle vom Räuber Hotzenplotz.


Nach einer Weile kommen Kasperl und Seppel zurück.

So“, sagt Seppel, „jetzt folgen wir der Spur.

Dann finden wir die Räuberhöhle.“

Kasperl sagt:

Es ist besser, wenn der Räuber uns nicht erkennt.

Wir verkleiden uns:

Ich ziehe Deinen Hut an,

und Du ziehst meine Mütze an.“

So machen sie es.

Dann folgen Sie der Spur.


Der Räuber Hotzenplotz ist in seiner Höhle angekommen.

Er macht die Kiste auf.

Doch in der Kiste ist kein Gold.

Es ist Sand darin.

Hotzenplotz wird sehr böse.

Und plötzlich sieht er:

Auf dem Boden ist eine Sandspur.

Sie kommt von draußen

und endet bei der Kiste.


Hotzenplotz denkt:

Aha! Ihr habt mir eine Falle gestellt.

Aber ich bin nicht so dumm, wie ihr denkt!“


Hotzenplotz nimmt ein bisschen Sand,

                     geht vor den Wald

                             und legt eine neue Spur.

Die neue Spur führt zu einem tiefen Loch.

Über das Loch legt er grüne Äste.

Jetzt kann man es nicht mehr sehen.



Hotzenplotz versteckt sich und wartet.



56789 .

Wie geht diese Geschichte weiter?

Werden Kasperl und Seppel in das Loch fallen?

Werden sie Großmutter nie wieder sehen?

Oder können Sie den Räuber überlisten?

Bekommt Großmutter ihre Kaffeemühle zurück?

Das steht alles in diesem Buch:


Bild mit freundlicher Genehmigung des Thienemann-Verlags


Soviel verrate ich:

Es wird nicht einfach!

Aber am Ende geht alles gut aus.



Wortliste

die Spur, - en = Wenn eine Person oder ein Tier auf weichem Boden geht, dann sieht man danach eine Spur.

flgen = nachgehen

sich verkleiden = andere Kleider anziehen, so dass einen niemand erkennt.

eine Spur legen = Mit Absicht eine Spur machen.

führen zu = zu einem Ort gehen (zum Beispiel: Diese Straße führt  zu meinem Haus)

der st,  ̈-e = Bäume haben oben Äste.

sich verstcken = an einen Ort gehen, wo einen niemand sehen kann.

jemanden überlsten = Tricks benutzen, damit eine andere Person keinen Erfolg hat.

verraten, verriet, verraten = etwas sagen, das noch niemand weiß.

gut ausgehen = (Geschichte) ein gutes Ende haben.



Woher kommt die Geschichte vom Räuber Hotzenplotz?


Kasperl, Seppel, Großmutter, der Räuber, der Polizist…

Das sind Figuren aus dem Kasperl·theater.


Kasperl und Seppel als Handpuppen. Kasperl trägt eine Zipfelmütze.
Foto: Andreas Praefcke / Wikimedia (siehe unten)











Kasperltheater ist ein Theater für Kinder.

Man spielt es mit Handpuppen. 

Aber – es ist auch ein Theater von Kindern,

denn viele Kinder haben Kasperlepuppen zuhause.

Sie erfinden selbst Stücke und spielen sie mit ihren Freunden.

Oder mit ihren Eltern.

Es gibt so viele Geschichten wie Kinder.


Aber die Geschichte von Räuber Hotzenplotz -

die hat einen Autor.

Es ist Otfried Preußler.



Otfried Preußler (1923-2013)
Foto mit freundlicher Genehmigung
des Verlags Thienemann-Esslinger



Otfried Preußler ist in Deutschland sehr bekannt.

Er wurde in einer deutschen Familie in Böhmen geboren.

Das gehört heute zu Tschechien.

Nach dem Krieg lebte seine Familie in Süddeutschland.

Otfried Preußler wurde dort Lehrer.

Böhmen (Teil von dem Land Tschchien)

Otfried Preußler schrieb viele Bücher für Kinder und Jugendliche.

In den Büchern erzählt er oft Geschichten aus Böhmen

und aus Gebieten im Osten von Deutschland.

Lange Zeit wollte er die Geschichte von Krabat erzählen.

Krabat ist ein guter Junge, der von einem bösen Mann zaubern lernt.

Er kann als Vogel über das Land fliegen.

Er kann Dinge sehen, die die meisten Leute nicht wissen.

Aber sein Leben ist sehr gefährlich.


Die Geschichte von Krabat wollte Preußler lange nicht gelingen.

Er arbeitete viele Jahre daran.

Aber das Buch wurde einfach nicht fertig!

Da dachte er:

Ich muss zwischendurch etwas anderes schreiben.

Am besten etwas ganz Einfaches -

vielleicht eine Geschichte aus dem Kasperltheater?


So ist das Buch „der Räuber Hotzenplotz“ entstanden.

Danach konnte Otfried Preußler auch "Krabat" fertig schreiben.


Foto mit freundlicher Genehmigung
des Thienemann-Verlags


Das Buch Krabat wurde sehr bekannt.

Viele Leute lieben es.


Aber das Buch vom Räuber Hotzenplotz - 

das wurde noch viel bekannter!

Der Räuber Hotzenplotz wurde ein Star.

Das ist er bis heute geblieben. 

Er hat sogar eine eigene Facebook-Seite.


Und jetzt: Hände hoch! Und her mit dem Pflaumenkuchen!
Bild mit freundlicher Genehmigung des Thienmann Verlags.


Wortliste

die Figur, -en = Person in einer Geschichte oder in einem Theaterstück.

das Theater,- = Kunst. Leute spielen und sprechen eine Geschichte. Andere Leute sehen und hören zu.

die Hndpuppe, -n = Eine Puppe. Sie hat einen Kopf und ein Kleid. Das Kleid ist unten offen. Man steckt seine Hand in die Puppe und bewegt sie. Dazu spricht man so, wie die Puppe sprechen soll.

der Autor, -en = Person. Sie denkt sich eine Geschichte neu aus.

erfnden, erfnd, erfnden = Etwas ausdenken, was noch nie vorher jemand ausgedacht hat.

zaubern = Eine besondere Kraft haben und mit dieser Kraft Dinge tun, die eigentlich niemand tun kann oder die in der Wirklichkeit eigentlich nicht passieren können.

wllte (einfach) nicht gelngen (+ Infinitiv) = jemand hat (Infinitiv) oft versucht, aber es ging nicht.

etwas zwschendrch tun = etwas (zum Beispiel eine Arbeit) neu anfangen, obwohl man mit einer anderen Arbeit noch nicht fertig ist.

entstehen, entstnd, entstnden = eine Form bekommen / anfangen, da zu sein. 



Fotos:

Kaffeemühle: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0

Kasperl und Seppel als Puppen https://creativecommons.org/licenses/by/4.0

Kind mit Wagen https://creativecommons.org/licenses/by/3.0


Liebe Leute, 

was denken sie - wie geht die Geschichte von Räuber Hotzenplotz aus?

Sie können selbst ein Ende erfinden.

Später werden Sie vielleicht das Buch lesen.

Viel Spaß dabei!

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Freitag, 2. April 2021

Amsel, Drossel, Fink und Star

 

Liebe Leute, 


Heute Morgen war ich spazieren.

Neben der Straße habe ich eine Amsel gesehen.


Eine Amsel (die Ạmsel, -n)
Foto: Hobbyfotowiki CCO 1.0/ Wikimedia


Ich habe gedacht:

Ist diese Amsel schon aus dem Süden zurück?

Oder ist sie über den Winter hier geblieben?


Amseln sind eigentlich Zugvögel.

Aber die Winter werden immer wärmer.

Deshalb bleiben immer mehr Amseln hier.

Auch bei anderen Vögeln ist das so. 

Manchmal vergesse ich:

Welche Vögel sind eigentlich Zugvögel

Und welche nicht?


Es gibt ein Kinderlied über den Frühling.

Das Lied heißt "Alle Vögel sind schon da".

Mit diesem Lied kann man sich einige Zugvögel merken.


Das Lied erzählt:


Alle Vögel sind schon da.

Wie schön sie alle singen!

Der Frühling will nun kommen, 

und er kommt mit Musik.


In der zweiten Strophe heißt es: 

"Amsel, Drossel, Fink und Star,

und die ganze Vogelschar.

wünschen Dir ein frohes Jahr."


Das Lied ist sehr bekannt.

Hier können Sie es hören und mitsingen


Und das hier sind die Vögel:


Drossel

Eine Drossel (die Drọssel, -n)
Foto: Andreas Trepte (siehe unten)/ Wikimedia 

Es gibt viele verschiedene Drosseln.
Auf dem Foto sieht man eine Singdrossel.
Sie ist in Deutschland sehr häufig.
Man kann sie oft nicht sehen,
denn sie sitzt hoch oben in den Bäumen.
Aber man kann sie hören.
Sie singt sehr schön.
Oft singt sie dieselbe kurze Melodie zwei Mal hintereinander.



Fink

Ein Buchfink (der Buchfink, -en)
Foto: Kathy Büschner (siehe unten)/ Wikimedia


Es gibt auch sehr viele verschiedene Finken!
In Deutschland sieht man besonders oft den Buchfink.
Im Frühling hört man ihn überall.
Er ruft:
"Ich kann, ich kann, ich kann, ich kann alles besser als Du!"



Und das sind Stare:

Drei Stare (der Star, -e) im Frühling.
Foto: Pkuczynski/Marek Szczepanek (siehe unten) /Wikimedia

Stare sieht man nie alleine.
Sie sind gerne mit anderen Staren zusammen.
Im Herbst bilden sie große Schwärme.
Abends fliegen sie wie Wolken am Himmel.

Ein Schwarm von Staren (der Schwarm, ̈-e)
Foto: Katunchi (siehe unten) / Wikimedia



Und das hier?


Eine Kohlmeise (die Kohlmeise, -n)
Foto: Estormiz (CCO 1.0) / Wikimedia

Das ist eine Meise.
Sie bleibt im Winter hier.



Wortliste
der Süden = (hier:) die Länder im Süden von Deutschland.
der Zugvogel, ̈- = Ein Vogel, der im Winter nach Afrika fliegt. Im Sommer kommt er zurück.
ịmmer wärmer = immer mehr warm.
ịmmer mehr = mehr und mehr.
die Strophe, -n = Teil von einem Lied oder Gedicht. 
die Schar, en = viele / eine Gruppe (Beispiel: Die Kinderschar
häufig = so, dass man es oft sieht / so, dass es oft passiert.
dieselbe = die genau gleiche /(hier:) eine
die Melodie, -n = Musik / Teil von einem Musikstück.
bịlden = eine Form machen / zu einer Form werden. (Zum Beispiel "diese zehn Schüler bilden eine Klasse.")
der Schwarm, ̈-e = eine Gruppe von Vögeln, Fischen oder Insekten. Sie bewegen sich gemeinsam.
die Wọlke, -n = Weißes Ding am Himmel. Es ist aus Wasser. Wenn das Wasser herauskommt, regnet es.





Liebe Leserinnen, liebe Leser,
haben sie dieses Lied schon einmal gehört?
Kennen Sie ein anderes Lied über Vögel?
Vielleicht aus ihrem Land?
Was erzählt es?
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Sonntag, 21. März 2021

Gespräch im Impfzentrum

 


Das ist eine Spritze (die Sprtze, -n).
Damit kann man Leute mpfen.
Foto: Gary Luck / Wikimedia *(s.unten.)


Liebe Leute,

"Deutschland ist ein modernes, gut organisiertes Land."

Dachten Sie das auch?

War das vor Corona?


Jetzt erleben wir Lockdown -Chaos, Digitalisierungs-Chaos, Finanzhilfen-Chaos und Impfstoff-Chaos.

Viele Leute verlieren die Geduld.

Auch Leute, die eigentlich immer verständnisvoll und geduldig waren. 

😝 (so wie ich...)


Diesen Witz habe ich heute in der Zeitung gefunden:


Vor dem Impfzentrum ist eine lange, lange Schlange.

Die Leute warten schon seit Stunden.

Es geht nicht voran.

Endlich kommt eine Krankenschwester.

Sie sagt: 

"Es tut mir leid. 

Wir haben keinen Impfstoff. 

Aber vielleicht bekommen wir bald welchen."


Ein Mann sagt: 

"Was für ein Chaos!

Mir reicht es.

Ich fahre jetzt nach Berlin und beschwere mich bei der Regierung!"


Ein anderer Mann sagt:

"Überlegen Sie sich das lieber noch einmal.

Dort ist die Schlange noch länger..."


Wortliste

die Ịmpfung, -en = ein Medikament/Mittel bekommen, damit man nicht krank werden kann.

das Ịmpfzentrum, -zentren = Ort. Dort bekommt man die Impfung.

der Ịmpfstoff, -e = das Medikament/Mittel für die Impfung.

modern = (hier:) so, dass die neueste Technik benutzt wird.

gut organisiert = so, dass alles gut funktioniert und mit Ordnung abläuft.

das Chaos (nur Singular) = Situation, wo alles durcheinander geht und nichts richtig funktioniert.

der Lọckdown, -s [lies: lok´daun]= Verbot. Man darf nicht viel nach draußen gehen und keine anderen Leute mehr treffen. Die meisten Geschäfte sind geschlossen.

die Digitalisierung, -en = Machen, dass die Leute für viele Arbeiten Computer benutzen können ("ein Land digitalisieren").

die Finạnzhilfe, -n = Geld. Man bekommt es, weil man sein Geschäft schließen musste und nichts verdienen kann. 

gedldig = so, dass man es ok findet, wenn man warten muss.

die Gedụld (nur Singular) = Substantiv von geduldig.

die Gedụld verlieren = keine Geduld mehr haben / Wollen, dass es weitergeht.

verständnisvoll = so, dass man eine andere Person und ihre Probleme versteht und freundlich bleibt.

die Schlạnge, -n = langes, dünnes Tier / hier: viele Menschen, die stehen und warten.

es geht vorn = es gibt Fortschritte / hier: Eine Person nach der anderen geht langsam nach vorne und bekommt eine Imfpfung.

vielleicht bekmmen wir welchen = vielleicht bekommen wir Impfstoff.

mir reicht es = Ich habe keine Geduld mehr!

sich beschweren = zu einer Person gehen und sagen, dass sie etwas nicht gut gemacht hat.

die Regierung, -en = Gruppe von Personen in der Hauptstadt. Sie bestimmen, was im Land gemacht werden soll. 

sich etwas noch einmal überlegen = noch einmal nachdenken, bevor man etwas tut.

 

Foto "Spritze" von Gary Luck



Liebe Leserinnen, liebe Leser,
wie geht es ihnen mit Corona?
Haben Sie noch Geduld?
Haben Sie vielleicht schon Ihre Impfung bekommen?
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Mittwoch, 10. Februar 2021

Schnee räumen

Es ist sieben Uhr früh.

Draußen hört man ein Geräusch.

Es klingt komisch:

So, als ob jemand fest an der Wand kratzt...

Was ist das?


Ich schaue aus dem Fenster:

Natürlich!

Es ist unser Hausmeister.

Er steht auf dem Gehweg und räumt den Schnee weg.


Eine Schneeschaufel (die Schneeschaufel, -n)
Foto: Gisbert Glökler / Wikimedia (s.u.)



Auf der Straße räumt die Gemeinde den Schnee weg.

Aber auf dem Gehweg muss jedes Haus selbst räumen.

Das nennt man "Schnee schaufeln" oder "Schnee schippen".


Bis sieben Uhr muss der Schnee weg sein.

Sonst kann man Probleme bekommen, wenn jemand ausrutscht.

Auf Eis muss man Sand oder Salz streuen.

So, dass die Leute gut gehen können.


Wenn man Glück hat, macht das der Hausmeister. :-)

Sonst machen es die Mieter selbst.


Müssen Sie Schnee räumen oder nicht?

Das steht in Ihrem Mietvertrag.



Wortliste

das Geräusch, -e = etwas, das man hören kann.

als ọb = es ist nicht genau so, aber es ist so ähnlich.

krạtzen = mit den Fingernägeln oder mit einem harten Gegenstand an etwas reiben.

der Hausmeister, - = Person. Sie arbeitet für den Hausbesitzer. Sie hält das Haus in Ordnung.

wgräumen = zur Seite tun.

die Gemeinde, -n = (hier:)  Die Behörden von einer Stadt oder einem Dorf.

der Bewohner, - = Person. Sie wohnt in einem Haus: Sie ist ein Bewohner von diesem Haus.

der Mieter, - = Person. Sie wohnt in einem Haus. Jeden Monat zahlt sie Geld (die Miete) dafür.

die Schaufel, -n = Werkzeug, Gerät. Damit kann man Erde oder Schnee wegräumen. (auch: die Schịppe, n)

schaufeln / schịppen = Verb von die Schaufel / die Schippe.

ausrutschen = auf einem nassen Boden oder auf Eis nicht gut stehen können und hinfallen.

das Eis, -e = Wasser. Es ist so kalt, dass es fest geworden ist.

der Sạnd (nur Singular) = sehr, sehr kleine Steine. Am Meer und in der Wüste gibt es viel viel Sand.



Liebe Leserinnen, liebe Leser, 

mussten Sie in den letzten Tagen Schnee räumen?

Schreiben Sie einen Kommentar!

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Foto Schneeschaufel  GisbertG