Sonntag, 25. März 2018

Merian




Merian-Heft (das Merian-Hft,-e) in einem Zeit·schriften·laden.
Foto: Privat



Kennen Sie Merian-Hefte?
Das ist der Name von einer Zeitschrift. 
Sie stellt Städte und Länder vor.

Merian ist ein Familien·name.
Aber der Verleger von den Merian-Heften heißt nicht „Merian“.

Warum heißt dann die Zeitschrift so?



Matthäus Merian der Ältere (1593-1650). Dieses
Bild ist ein Kupfer
·stich (der Kpferstich, -e).
Foto: Wikimedia Commons.

Der Name von der Zeitschrift erinnert an Matthäus Merian.
Matthäus Merian
Matthäus Merian war auch ein Verleger.
Er lebte vor 350 Jahren. 
Er sammelte Bilder von vielen Orten.
Er sammelte auch Stadt·pläne und Land·karten.

Er ordnete sie nach Regionen und druckte sie.
Zu jedem Ort gab es Erklärungen.
 
Stadtplan (der Stdtplan, -e): Basel in der Schweiz.
Aus: Matthäus Merian: Topographia Germaniae 1642.

Matthäus Merian kam aus Basel.
Später lebte er in Frankfurt am Main.
Dort war sein Verlag.


Eine Ansicht von Frnkfurt m Min, 1646.
Aus: Matthäus Merian: Topographia Germaniae 1646.

 

 Wie arbeitete Matthäus Merian?


Matthäus Merian war ein Kupfer·stecher.
Er gravierte Bilder und Texte in Kupfer·platten.
Dann füllte er die Linien mit Farbe
und druckte sie auf Papier.


Rechts ist eine Kupferplatte (die Kpferplatte, -n).
Links ist ein Druck (der Dr
ck, -e).
Foto: Stephens Lithographing and Engraving company,
Missouri History Museum / Wikimedia Commons
 
Ein Kupferstecher (der Kpferstecher, -).
In seiner Hand ist ein "St
chel".
Maler: Ferdinand Tellgmann (1834)
Foto: http://malerei19jh.museum-kassel.de/suche.html / Wikimedia


Hier kann man einen Kupferstecher bei der Arbeit sehen:
 https://www.youtube.com/watch?v=qofg--Q0mow

Die Bilder von einem Kupferstecher heißen "Kupferstich".

Auf Kupferstichen kann man sehr kleine Details darstellen.
Das ist gut für Stadt·ansichten und Landkarten.

Wenn man auf einem Foto alles sehr gut sehen kann,
dann sagen wir noch heute:
"Das Foto ist gestochen scharf!"





Eine Kupferstich-Werkstatt (die Werkstatt, ̈-en).
Künstler: unbekannt (nach Domenico Maggiotto)
Foto: Galerien Bassenge / Wikimedia Commons.

Matthäus Merian arbeitete nicht allein.
Er hatte eine Werkstatt.
Über 50 Personen arbeiteten für ihn.
Es waren Zeichner, Kupferstecher und Drucker. 
Es gab auch Autoren. 
Sie schrieben die Texte.

Ein Drucker (der Drcker, -).
Foto: NobbiP / Wikimedia

 

Warum ist Merians Werk so bekannt?

Matthäus Merian fing im Jahr 1642 mit der Arbeit an.
Damals war in Deutschland Krieg.
Es war der 30-jährige Krieg.
Nach dem Krieg waren viele Orte zerstört.
Aber auf den Bildern von Merian kann man die Orte noch sehen.
Deshalb ist Merians Werk ein wichtiges Dokument.

Matthäus Merian sagte:
Mit meinen Bildern kann man Deutschland wieder aufbauen.








Merian machte viele Bücher mit Drucken von Deutschland.
Das ganze Werk hieß Topographia Germaniae.

Das ist lateinisch.
Es bedeutet: „Orts-Beschreibung von Deutschland“.
Zuerst hatte das Werk 16 Bände.

Nach Merians Tod setzten seine Söhne die Arbeit fort.
Zum Schluss hatte die Topographia Germaniae 30 Bände
und über 2000 Drucke.

Tpographia Germaniä





Ist Ihr Wohnort auch dabei? 



Hier sind ein paar Drucke von Merian:

 
Bild: Wikimedia Commons



Eine Landkarte von Württemberg. 
In der Mitte ist die Stadt Stuttgart.

Stttgart
Foto: Wikimedia Commons
Eine Ansicht von der Stadt Halle.
Hlle


Foto: Wikimedia Commons


Der Marktplatz von München.
Er sieht heute noch ähnlich aus.
München

Foto: Wikimedia Commons


Die Stadt München von oben.


Im Internet gibt es noch viel mehr Bilder von Merian.  
Finden Sie ihren Wohn·ort? 
Wie sah er vor 1642 aus?






Wortliste
der Verlag, -e = Firma. Sie gibt Bücher, Zeitschriften oder Drucke heraus.

der Verleger, - = Person. Sie ist der Chef von einem Verlag. 
(jemanden akk.) an etwas ernnern = machen, dass jemand an etwas denkt.
smmeln = zusammen bringen, an einen Ort bringen. 
rdnen = in ein System bringen (siehe unten).
drcken = ein Bild oder einen Text auf ein Papier bringen.
die Region, -en = Gegend/ mehrere Orte, die zusammen gehören. 
der Plan,  ̈-e = Bild von einer Stadt. Man kann darauf die Straßen von oben sehen.
die nsicht, en = Bild von einer Stadt. Man sieht die Stadt wie jemand, der vor der Stadt steht.
die Lndkarte, -n = Bild von einer Gegend. Man kann darauf die Straßen, Flüsse und Orte von oben sehen.
stchen, stach, gestchen = mit einer Nadel in eine Sache eindringen.

das Detail, - s = ein kleiner Teil von einer großen Sache.
darstellen = in einem Bild zeigen.
gestchen scharf = (Foto:) so, dass man alles gut sehen kann.
der Zeichner, - = Person. Sie macht Bilder mit einem Bleistift oder mit einem anderen Stift. der Autor, die Autoren = Person. Sie schreibt Texte. 
der 30-jährige Krieg = Krieg in Europa von 1618 - 1648. 
zerstört = kaputt.
das Dokum
nt, -e = Text oder Bild, aus dem man man die Geschichte erkennen kann.

das Wrk, -e = eine große Arbeit von einem Künstler, einem Handwerker oder einem Wissenschaftler.
Der Bnd, ̈- e  = ein Buch. Es ist ein Teil von einem großen Werk.
lateinisch = aus dem Latein, d.h. aus der Sprache im alten Rom.








Foto: Daderot / Wikimedia


Das Obst ist nach Sorten geordnet: Bananen sind bei Bananen. Erdbeeren sind bei Erdbeeren. Melonen sind bei Melonen.





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Sonntag, 4. März 2018

Die Kuh vom Eis holen

 
Eis (das Eis, nur Singular) auf einem See (der See, -n)
Foto: Michael Fiedler / Wikimedia



Es ist Winter
Das Wetter ist sehr kalt.
Auf den Seen ist Eis.


Eine Kuh (die Kuh, ̈-e) an einem See.
Foto: Viola sonans/ Wikimedia


Eine Kuh geht spazieren.
Auf einmal merkt sie:
Unter mir ist der See.
Ich bin auf das Eis gelaufen!

Die Kuh bleibt stehen.
Sie geht nicht vor und nicht zurück.

Aber:
Auf dem Eis kann sie nicht bleiben.
Jemand muss sie vom Eis holen.
Das ist nicht leicht.
Das Eis trägt die Kuh -
aber trägt es noch dazu einen Menschen?
Oder wird es brechen?




 
Den Ausdruck "Die Kuh vom Eis holen" benutzen wir oft.
Er bedeutet: 
Eine schwierige Situation in Ordnung bringen.
Wann benutzt man den Ausdruck?
  • Wenn Gefühle die Situation schwierig machen.
  • Wenn es nicht vor- und nicht zurück geht.
  • Wenn jemand das Problem geschickt löst.
Hier kommt ein Beispiel.


Marie und Nicole arbeiten zusammen.
Sie haben ein Projekt.
Das Projekt ist wichtig für die Firma.

Marie steht mit einer Kollegin in der Teeküche
Sie sagt:
Eigentlich mache ich die Arbeit.
Nicole tut nicht so viel.

Nicole steht auf dem Flur vor der Küche.
Sie hört alles.
Jetzt ist die Kuh auf dem Eis,
denn Nicole ist sauer.
Sie sagt: Ich arbeite nicht mehr mit Marie!

Wer holt die Kuh vom Eis?
Die Chefin. 
Sie holt Marie und Nicole an einen Tisch.


Drei Leute reden miteinander.
Grafik: HSSamarbete.svg/ Wikimedia

Die Chefin sagt zu Marie und Nicole:

Ihr arbeitet beide sehr gut.
Marie tut viel.
Nicole tut auch viel.
Das kann ich sehen.
Ich bin sehr zufrieden mit Euch beiden.

Nicole denkt:
Die Chefin ist zufrieden mit mir.

Marie denkt:
Die Chefin sieht meine Arbeit!

Die Situation entspannt sich.

Die Chefin sagt:
Dieses Projekt ist wichtig für die Firma.
Ihr müsst gut zusammen arbeiten.
Bitte vertragt euch!


Marie entschuldigt sich bei Nicole.
Nicole sagt "ok".

Die Chefin hat die Kuh vom Eis geholt.




Wortliste
holen = eine Person oder eine Sache dort hin bringen, wo man selbst ist.
brchen, brach, gebrchen = kaputt gehen. 
schwierig = so, dass man es nicht leicht tun kann oder eine Frage nicht leicht beantworten kann .
die Situation =  die Lage / Wie die Dinge im Moment sind.
in rdnung brngen, brchte, gebrcht = wieder gut machen.
das Gefühl, -e = das, was man im Herz spürt. 
geschckt = so, dass man etwas sehr gut kann/ hier: so, dass am Ende alle zufrieden sind.
das Projkt, -e = Aufgabe / besondere Arbeit. 
die Firma, -en = (hier:) der Arbeitsplatz von Marie und Nicole.
die Kollegin, -nen = Frau, mit der man zusammen arbeitet.
die Teeküche, -n = kleine Küche in einer Firma. Dort kann man Tee oder Kaffee machen.
eigentlich = (hier:) wenn ich genau nachdenke...
sauer =(hier:) böse, ärgerlich.
die Chfin = eine Frau. Sie leitet die Firma oder die Abteilung.
zufrieden = so, dass man das Ergebnis gut findet. 
sich entspnnen = nicht mehr nervös sein / nicht mehr ärgerlich sein.
sich vertragen , vertrug, vertragen = nicht mehr streiten / wieder mit einander reden.
sich (bei jemandem (Dativ)) entschuldigen = zu einer Person sagen: "Es tut mir leid!"

Ausdruck:
Leute an einen Tisch holen = machen, dass die Leute mit einander reden.


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Sonntag, 28. Januar 2018

Nach Adam Riese ...


Haben Sie das schon einmal erlebt:
Jemand rechnet etwas aus,
und sagt dann:
"Das macht nach Adam Riese ....soundso viel."
 ?
Adam Riese
Der Ausdruck bedeutet: 
Diese Rechnung ist richtig.
oder 
Die Zahl, die ich sage, stimmt.

Woher kommt dieser Ausdruck?

Adam Ries (1492/92 - 1559)
Künstler nicht bekannt / Wikimedia Commons


Adam Ries war ein Mathematiklehrer.
Als er lebte, hat man ihn Rechen - Meister genannt. 
Das ist schon ziemlich lange her.
Adam Ries ist im Jahr 1559 gestorben.
Das war  - nach Adam Riese - vor 459 Jahren.

Als Adam Ries jung war,
benutzte man in Deutschland römische Ziffern.
I bedeutete Eins.
II bedeutete Zwei.
III bedeutete Drei.
V bedeutete Fünf.
X bedeutete Zehn.


Die Zahl Acht schrieb man so: 
VIII 
Das ist eine Drei nach einer Fünf.
Es bedeutet:
5 + 3
Fünf plus drei.
 pls
Und die Zahl Neun?
Die schrieb man so:
IX
Das ist eine Eins vor einer Zehn.
Es bedeutet 
10 -1
Zehn minus eins. 
 minus
Finden Sie das unpraktisch?
Das fand Adam Riese auch.
Deshalb hat er gesagt:
Wir sollten Zahlen nicht mit römischen Ziffern schreiben,
sondern mit arabischen Ziffern.
Das ist viel einfacher.
Auch das Rechnen wird dann leichter. 

Heute findet man römische Zahlen nur noch selten.
Zum Beispiel auf Uhren ...
Eine Uhr (die Uhr, -en) mit römischen Zahlen
Foto: 4028mdk09/ Wikimedia commons

...oder im Namen von Königinnen und Königen.
König Friedrich II (Friedrich der Zweite)
von Preußen. Maler unbekannt (18. Jh),
Burg Guttenberg / Foto: kjunix / Wikimedia
Im täglichen Leben benutzen wir arabische Ziffern.
Das verdanken wir Adam Ries. 

Adam Ries hat sein Leben lang Rechnen unterrichtet.
Seine Schüler waren vor allem Kaufleute.
Er hat auch Lehrbücher geschrieben.
Und diese Lehrbücher schrieb er auf Deutsch,
nicht auf Latein.
Latein war die Sprache der Gelehrten.
Nur wenige Leute konnten es.
Aber Adam Ries wollte, dass jeder Rechnen lernen kann.
Das ist ihm gelungen.

Adam Ries hat den Deutschen das Rechnen beigebracht. 

Deshalb gibt es für Adam Ries viele Denkmäler.
Zum Beispiel in der Stadt Staffelstein bei Bamberg.
Dort wurde er geboren.
Stffelstein, Bmberg = Städte in Bayern.
 
Denkmal (das Dnkmal, ̈-er) von Adam Ries in Staffelstein.
Künstler: Andreas Krämmer
Foto: Richard Huber / Wikimedia
Oder in der Stadt Annaberg in Sachsen.
Dort hat er gelebt.
Annaberg war damals ein wirtschaftliches Zentrum.
Adam Ries hatte dort eine private Rechen·schule.
nnaberg

Denkmal von Adam Ries in Annaberg.
Künstler: Robert Henze
Foto: Wikimedia Commons

Adam Riese oder Adam Ries?


Warum sagen wir eigentlich
"nach Adam Riese"
und nicht
"nach Adam Ries" ?

Das ist altes Deutsch.
Das Wort "nach" bedeutet hier "so, wie er gesagt hat".
Diese Bedeutung von "nach" gibt es immer noch.
Zum Beispiel:
"Nach dem Wetter·bericht wird es morgen regnen."
Dieses "nach" benutzt man mit dem Dativ.

Als Adam Riese lebte, hat man auch Personen·namen in den Dativ gesetzt -
Das tut man heute nicht mehr
Der Dativ von "Ries" war "Riese".
Deshalb sagen wir immer noch
"Nach Adam Riese".


Wortliste
rchnen = ein Problem oder eine Frage mit Zahlen lösen.
ausrechnen = rechnen und ein Ergebnis bekommen.
soundso = eine unbekannte Menge (so·und·so viel, so·und·so lang) 
die Mthematik (nur Singular) = die Wissenschaft von den Zahlen und vom Rechnen.
der Meister, - = (hier:) Person. Sie kann etwas sehr gut. Sie ist ein Meister in dieser Sache.
ziemlich = (persönliche Meinung: ) sehr
die Zffer, -n = kleinster Teil von einer Zahl (1,2,3...9).
römisch = so, dass es aus dem alten Rom kommt.
arabisch = so, dass es aus Arabien kommt.
ich finde das npraktisch = ich denke, dass das nicht praktisch ist.
verdnken (jemandem (Dat.) etwas (Akk.) verdanken) = Eine Sache oder Situation gibt es nur, weil es diese Person gegeben hat. Die Sache /Situation kann gut oder schlecht sein.
die Kaufleute (nur Plural) = Personen, die Sachen kaufen und verkaufen. (Plural von:) der Kaufmann/die Kauffrau)
das Latein (nur Singular) = Sprache, die man im alten Rom gesprochen hat.
der Gelehrte, -n = (altes Deutsch für:) Wissenschaftler/ Person, die auf der Universität war.
gelngen, gelng, gelngen = ein Ziel erreichen (etwas (Nom.) gelingt jemandem (Dat.))
beibringen, brachte bei, beigebracht = jemanden etwas lehren.
privat = (hier: ) so, dass es nicht dem Land oder der Stadt gehört, sondern einer einzelnen Person.
der Wtterbericht, -e = Information über das Wetter in der Zeitung, im Radio, Fernsehen oder Internet.

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Dienstag, 23. Januar 2018

Die Gedanken sind frei

Heute stelle ich ein Lied vor.
Es heißt:
Die Gedanken sind frei.

Das Lied erzählt:

Gedanken sind frei.
Wer kann die Gedanken von anderen Leuten erraten?
Gedanken kommen und gehen
wie Schatten in der Nacht. 
Niemand kann die Gedanken von einem anderen Menschen wissen.
Und kein Jäger kann Gedanken erschießen.

Ein Jäger (der Jäger, - ) Er hat ein Gewehr
(das Gewehr, -e). Damit erschießt er Tiere.
Foto: Rudolf Dührkoop, 1912 / Wikimedia


Ich denke, was ich will.
Ich denke, was mich glücklich macht.
Ich sage es nicht laut
und bleibe höflich.
Niemand kann verbieten, 
dass ich mir etwas wünsche!
Es bleibt dabei:
Die Gedanken sind frei. 

Und wenn man mich in ein Gefängnis sperrt
wo es dunkel ist,
dann lache ich nur darüber.
Denn meine Gedanken zerreißen die Schranken
und machen die Mauern kaputt.
Gedanken sind frei!

Eine Schranke (die Schrnke, -n)
Foto: Stefan-Xp / Wikimedia

Dieses Lied ist 250 Jahre alt.
Es ist zuerst auf einem Flugblatt erschienen.
Damals durften die Leute viele Gedanken nicht laut sagen.
Das Lied bedeutet: 
Wir dürfen nicht sprechen -
aber wir können trotzdem denken!

Dieses Lied ist bis heute sehr beliebt.
Das kann man in dem Film unten sehen.
Der Film zeigt ein Konzert von dem Sänger Konstantin Wecker.
Er sagt zu den Leuten:
"Singt für mich Die Gedanken sind frei."
Und die Leute singen sofort laut mit.
Sie können sogar den Text! 
https://www.youtube.com/watch?v=cvcTOxXz3gU
Knstantin Wcker

Hier ist der Text:
Die Gedanken sind frei
Wer kann sie erraten?
Sie fliegen vorbei
wie nächtliche Schatten.
Kein Mensch kann sie wissen,
kein Jäger [kann sie] erschießen.
Es bleibet dabei:
Die Gedanken sind frei.

Ich denke, was ich will,
und was mich beglücket.
Doch alles in der Still´,
und wie es sich schicket.
Mein Wunsch und Begehren
kann niemand verwehren.
Es bleibet dabei:
Die Gedanken sind frei.

Und sperrt man mich ein
in finsteren Kerker
Ich spotte der Pein 
und menschlichen Werke, 
denn meine Gedanken, 
sie reißen die Schranken und Mauern entzwei.
Die Gedanken sind frei.
Wortliste
frei =so, dass man überall hin gehen darf.
erraten, erriet, erraten =  etwas herausfinden, obwohl es niemand gesagt hat.
der Schtten, - = wenn die Sonne scheint, sieht man unter allen Dingen einen Schatten. Er ist dunkel.
erschießen, erschss, erschssen = mit einem Gewehr töten.
Es bleibt dabei = was ich vorhin gesagt habe, ist richtig.
höflich = so, dass man sich gut benimmt und anderen Leuten Respekt zeigt.
sich etwas wünschen = etwas gerne haben wollen / hoffen, das etwas passiert.
sprren = mit einem Schlüssel zumachen.
einsprren = eine Person in einen Raum bringen und die Türe mit dem Schlüssel zumachen, so dass die Person darin bleiben muss.
Und sprrt man mich ein... = und wenn man mich einsperrt...
das Gefängnis, -se = Haus. Dort sperrt die Polizei Menschen ein.
der Krker, - = (altes Deutsch für:) Gefängnis.
zerreißen, zerriss, zerrissen = etwas mit beiden Händen nehmen und ziehen, so dass es kaputt geht.
entzwei reißen = kaputt reißen.  
das Flugblatt, ̈-er = Ein Papier mit politischen Informationen und Gedanken. Man gibt das Papier vielen Leuten, zum Beispiel auf einer Demonstration.


Dieser Mann verteilt Flugblätter.
Foto: Bundesarchiv / Wikimedia
erscheinen, erschien, erschienen = (Buch, Film, Text) neu heraus kommen.
beliebt = so, dass es viele Leute gerne mögen.

fliegen = sich wie ein Vogel in der Luft bewegen.
nächtlich = so, dass es in der Nacht passiert.
beglücken = glücklich machen. beglücket = beglückt.
die Stille (nur Singular)  = die Ruhe / hier: denken, aber nichts sagen.
es schickt sich = (altes Deutsch für:) Es ist höflich.
der Wunsch, - e = Substantiv von wünschen.
das Begehren (nur Singular) = starker Wunsch.
(jemandem etwas) verwehren = jemandem sagen, dass er etwas nicht haben oder tun darf.
sptten = über jemand oder etwas lachen und sagen, dass es nicht gut genug ist.
die Pein (nur Singular) = altes Deutsch für: Schmerzen.
das Wrk, -e = (hier:) die Arbeit.
Ich sptte der Pein und [der] mnschlichen Wrke = Ich spotte über die Schmerzen und über die Arbeit von den Menschen, die mich einsperren.

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
gibt es in ihrem Land auch Lieder über die Freiheit?
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Samstag, 6. Januar 2018

Schneemänner in Deutschland und Frankreich

Kennen Sie den Fernsehsender "ARTE"?
Er gehört Deutschland und Frankreich gemeinsam.
Die Sendungen von ARTE kann man auf Deutsch oder auf Französisch sehen.
Ạrte

Eine Sendung von ARTE mag ich besonders gern:
Die Sendung Karambolage.
Sie vergleicht beide Länder.
Karambolasch
Zum Beispiel:
Wie bauen Franzosen einen Schneemann?
Und wie bauen Deutsche einen Schneemann?
der Schneemann. Er hat 3 Kugeln (die Ku  gel)
Grafik Nevit Dilmen / Wikimedia Commons



Es gibt tatsächlich einen Unterschied!
Französische Schneemänner haben zwei Kugeln.
Und deutsche Schneemänner haben drei Kugeln.



Montag, 1. Januar 2018

Gute Vorsätze zum neuen Jahr

Schneerosen (die Schnee·rose, -n)
Foto: Ewald Gabardi/ Wikimedia Commons



Liebe Leserinnen, liebe Leser, 

das neue Jahr ist da! 
Der erste Tag....

Haben Sie gute Vorsätze?
Was wollen Sie dieses Jahr tun?
Was wollen Sie anders machen als letztes Jahr?

Ich habe drei gute Vorsätze gefasst.
Hier sind sie:
  • Ich will bei der Arbeit mehr Pausen machen.
  • Ich will kein Essen wegwerfen.
  • Ich will öfter Sport machen.
(Außerdem möchte ich gerne nach Paris fahren...)

Ob ich meine Vorsätze umsetzen kann? 
Ich glaube schon.
Ich habe nämlich letztes Jahr schon damit angefangen.
Dieses Jahr will ich es noch ein bisschen besser machen.
Das wird nicht so schwer.


lles Gute!
Foto: Baden.de / Wikimedia Commons


Ich wünsche Ihnen für dieses Jahr alles Gute!
Und: 
Danke, dass Sie diesen Blog lesen!
Hoffentlich finden Sie immer wieder interessante Sachen darin.
Ich werde mir Mühe geben.

Das ist noch ein guter Vorsatz. 

Ihre

Susanne Knödel


Wortliste
der Vorsatz, ̈-e = etwas, das man bestimmt tun will.
der gute Vorsatz / die guten Vorsätze = Etwas, was man im neuen Jahr immer tun will oder anders machen will als vorher.
einen Vorsatz fssen = sich sagen, dass man etwas tun will oder anders machen will als vorher.
einen Vorsatz msetzen = die Sache, die man tun wollte, wirklich tun. 
eine Pause machen (die Pause, -n) =  mit der Arbeit kurz aufhören und ausruhen.
wgwerfen, warf wg, wggeworfen =  ein Ding, das alt ist oder das man nicht mehr haben will, in den Abfall tun.
nämlich = (das Wort sagt man, wenn man eine Sache genauer erklären will).
ein bsschen = wenig
noch ein bsschen = mehr, aber nicht viel mehr.
mmer wieder = wieder und wieder
sich Mühe geben = etwas gut machen wollen und dafür arbeiten.


Ich freue mich über Ihre Kommentare!
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Dienstag, 26. Dezember 2017

Die Polizei sucht ...

Hier arbeitet die Polizei (die Polizei).
Foto: Mattes / Wikimedia Commons


Die Polizei in der Stadt Meppen hat gemeldet:


Wir suchen ein Fahrrad.
Es gehört unserem Kollegen John.
Am 15. November war es noch da.
Es stand hinter Johns Haus.
Aber am 16. November war es weg.

John braucht das Fahrrad für seinen Einsatz in der Kita.
Wenn Sie es sehen, sagen Sie uns bitte Bescheid!
Sie können das Fahrrad leicht erkennen.
Es ist 14 Zoll hoch.
Und auf dem Lenker steht "Police".

14 Zoll hoch? 
Das sind 36 Zentimeter...

Aber "Kollege John" ist auch erst vier Jahre alt!

Hier ist die Meldung von der Polizei:

https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/104234/3809185 



Wortliste:
mlden = (z.B. Polizei, Zeitung) eine Information für alle Menschen herausgeben.
die Mldung = (Substantif von "melden")
der Kollege, -n = Person, mit der man zusammen·arbeitet.
der Einsatz, ̈-e = (z.B. Polizei, Feuerwehr, Ärzte... ) Arbeit. Man geht zu einem Ort und arbeitet dort. Das nächste Mal arbeitet man an einem anderen Ort.
die Kita = Abkürzung von "Knder-Tagesstätte". Ein Haus, wo Kinder unter 6 Jahren spielen und lernen.
Bescheid sagen (+Dativ) = eine Information an eine Person geben.
erknnen, erknnte, erknnt = etwas (oder jemanden) sehen und wissen, was es ist.
der Zll = (hier: nur Singular)  2,45 cm (Zentimeter)
der Lnker, - = Teil vorne am Fahrrad. Man nimmt es in die Hände, wenn man fährt.