Montag, 21. Juli 2014

Buch -Tipp: Das Wunder von Bern


Eigentlich wollte ich jetzt nichts mehr über Fußball schreiben...
Aber ich habe im Internet diesen Lese-Tipp gefunden:
Ein Buch in einfacher Sprache. 

Sie können gleich selbst darin lesen.
Unten ist ein Link.
Er führt zur Lese-Probe.
Dort finden Sie die ersten Seiten aus "Das Wunder von Bern".

Das Buch erzählt die Geschichte von Matthias.
Er ist ohne Vater aufgewachsen.
Denn sein Vater ist ein Kriegs-Gefangener.
Es ist schon 1954.
Aber sein Vater ist noch nicht zurück.

Das macht Matthias nicht viel aus.
Er erinnert sich sowieso nicht an seinen Vater.
Und er hat einen Helden:
Den Fußball-Nationalspieler Helmut Rahn.
Matthias kennt ihn persönlich.
Er bewundert ihn sehr.

Aber da kommt Matthias´ Vater aus der Gefangenschaft.

Plötzlich wird alles anders.
Der Vater ist sehr streng.
Er verbietet Matthias viel.
Und er hat oft schlechte Laune.
Matthias mag ihn nicht.

Am Ende werden Matthias und sein Vater doch noch Freunde.
Und Helmut Rahn spielt eine große Rolle dabei. 
Die Drei erleben zusammen einen wichtigen Moment der deutschen Geschichte:
Das "Wunder von Bern".



Was ist das Wunder von Bern?


Das Wunder von Bern -
so nennen wir die Fußball-Welt-Meisterschaft von 1954.
Es war die erste WM für Deutschland.
Denn Deutschland durfte vorher nicht mit-spielen.
Es war die Zeit nach dem 2. Welt-Krieg.
Die anderen Länder wollten nichts mit Deutschland zu tun haben.
Viele Deutsche schämten sich.
Sie fühlten sich klein und schlecht.

Aber die Schweiz unterstützte damals den deutschen Fußball.
Und bei der WM in der Schweiz spielte Deutschland mit.
Mit Glück und Strategie kam es bis ins Finale.
Der Final-Gegner war Ungarn.

Ungarn war eigentlich der Favorit dieser WM. 
Die ungarische Mannschaft war sehr stark.
Doch beim Endspiel in Bern passierte etwas Unglaubliches:
Die deutsche Mannschaft schlug Ungarn.
Deutschland wurde Weltmeister.

Da bekamen die Deutschen wieder Selbst-Vertrauen.
Damals sagte man:
"Wir sind wieder wer."
Das bedeutet:
Wir sind wieder jemand.
Wir sind kein Niemand mehr.
Die anderen sprechen wieder mit uns.

Viele Leute denken:
Das war eigentlich die Geburts-Stunde der Bundesrepublik Deutschland.
Es war wie ein Wunder.

So. 
Genug geredet!
Hier kommt endlich der Link zur Lese-Probe:

http://www.spassamlesenverlag.de/html/img/pool/Wunder_von_Bern_Leseprobe.pdf 




Der Verlag  Spass am Lesen


Das Buch "Das Wunder von Bern" kommt aus dem "Spass am Lesen-" Verlag.
Dieser Verlag macht Bücher in einfacher Sprache.
Manche sind bekannte Werke.
Aber sie sind in einfacher Sprache neu geschrieben.
Andere Bücher sind ganz neu. 
Zum Beispiel die Krimis.
Außerdem gibt es eine Zeitung in einfacher Sprache. 
Hier ist der Link zur Web-site.
Die Bücher stehen unter "Shop".

http://www.spassamlesenverlag.de/cms/website.php?id=/de/index.htm 


Der Film   Das Wunder von Bern


"Das Wunder von Bern" war eigentlich ein Film.
(Ich habe ihn schon gesehen.
Deshalb weiß ich auch, wie das Buch ausgeht...)





Mir hat der Film sehr gut gefallen.

Deshalb denke ich, dass das Buch wohl auch gut ist.  

Es wurde nämlich nach dem Drehbuch des Films geschrieben.















Informationen und den Trailer zum Film gibt es hier:


Der Film ist übrigens von Sönke Wortmann.
Er hat auch den Film "Deutschland - Ein Sommermärchen" gemacht.  
Davon habe ich im Juni erzählt.





Dienstag, 15. Juli 2014

Ja! Deutschland ist Weltmeister!


Heute um 11:00 Uhr gibt es in Berlin ein Fest.
Die deutsche Mannschaft kommt ans Brandenburger Tor.
Sie kommt direkt aus Brasilien.
Dort ist sie am Sonntag Fußball-Weltmeister geworden.

Das Spiel war super-spannend.
Argentinien war ein starker Gegner.
Ein paar mal war das deutsche Tor in Gefahr.
Doch am Ende der zweiten Halbzeit stand es Null zu Null.

Das Spiel ging in die Verlängerung.
Es blieb lange unentschieden.
Aber dann schoss Mario Götze doch noch ein Tor.
Das war in der 113. Minute.

Noch 7 Minuten zu spielen...
Jetzt war nur eines wichtig:
Gut verteidigen!
Die Spieler mussten ein Gegen-Tor verhindern.
Denn der Ausgleich hätte bedeutet: Elfmeter-Schießen.
Wie das ausgeht, weiß man nie...

Eine große Chance hatte Lionel Messi noch.
Er schoss.
Aber der Ball ging über das Tor.
Dann kam der Schluss-Pfiff.
Und der Jubel brach los.
Es war unbeschreiblich.


Mittwoch, 9. Juli 2014

Finale!


Heute bei der Arbeit waren einige Kollegen sehr müde.
Na klar, letzte Nacht haben wir Fußball geschaut...

Halbfinale: Deutschland gegen Brasilien.
Was für ein Spiel!
Fünf zu Null nach einer halben Stunde.
So was habe ich noch nie gesehen.
Beim Schluss-Pfiff stand es Sieben zu Eins.
Die deutsche Mannschaft ist im Finale!

Das Spiel ist am Sonntag Abend.
Dann kann man auf der Autobahn spazieren gehen.
Denn fast niemand ist unterwegs.
Alle sitzen vor dem Fernseher.
Ich habe das schon einmal erlebt.
Damals war Deutschland auch im Endspiel.

Und wer wird Weltmeister?
Also, ich tippe auf Deutschland!



Bild: Brasiliens Flagge, ein Fußball und der WM-Pokal
Grafik: Vectoropenstock / Wikimedia Commons 

Dienstag, 8. Juli 2014

Ein Wurm im Apfel


Heute habe ich eine Scherz-Frage für Sie:
 


Zuerst in schwerer Sprache…

Frage:
Was ist schlimmer, als einen Wurm in einem Apfel zu finden?
Antwort:
Einen halben Wurm in einem Apfel zu finden.

Foto: Schmierer/ Wikimedia Commons





Jetzt in leichter Sprache….

Das ist ein Apfel.
Jemand isst ein Stück von dem Apfel.
Dann sieht er: Im Apfel ist ein Wurm.
Das ist nicht schön.
Es ist schlimm.
Aber: Was ist noch schlimmer?




Das ist noch schlimmer:
Jemand isst ein Stück von einem Apfel.
Dann sieht er:
Im Apfel ist ein halber Wurm.

Dienstag, 1. Juli 2014

Der Baron von Münchhausen

Der Mann auf dem Pferd ist Münchhausen
Das Pferd ist in einen Sumpf gelaufen.
Es kann nicht mehr heraus.
Es sinkt immer tiefer.
Münchhausen sinkt mit dem Pferd in den Sumpf.


Bild: Münchhausen zieht sich selbst aus dem Sumpf.
Maler: Postkarte von Oskar Herrfurth ( 1862- 1934) /
Foto: siehe unten




Münchhausen rettet sich selbst und das Pferd.
Das macht er so:
Er drückt seine Beine fest an das Pferd.
So hält er das Pferd fest.
Dann nimmt er seine eigenen Haare.
Er zieht seine Haare nach oben.
So zieht er sich und das Pferd aus dem Sumpf heraus.





 


   

Wer war Münchhausen?

Bild: Der "Lügen-Baron":
Karl Friedrich Hieronymus Freiherr von Münchhausen.
Maler: Kopie nach G. Bruckner, 1752. 
Ort: Münchhausen-Museum der Stadt Bodenwerder. 
Foto: Konstantin Bögel

Diese Geschichte ist natürlich eine Lüge.
Der Baron von Münchhausen hat sie selbst erzählt.
Das ist keine Lüge.
Er hat wirklich gelebt.
Das war vor ungefähr 250 Jahren.
Die Familie von Münchhausen gibt es heute noch.
In dieser Familie gibt es viele Schriftsteller...

Münchhausen hat oft Lügen-Geschichten erzählt.
Deshalb nennt man ihn auch "Lügen-Baron".










Münchhausen hat viel erzählt....
Viele Leute kennen diese Geschichte:

Der Ritt auf der Kanonenkugel


Münchhausen lebte lange Zeit in Russland.
Die Russen hatten Krieg mit den Türken.
Münchhausen ging mit den Russen in den Krieg.

Die russischen Soldaten hatten Kanonen.
Sie schossen auf die Türken.
Die Türken hatten auch Kanonen 
und schossen auf die Russen.
Bild: Eine Kanone in der Stadt Kopenhagen in Dänemark.
Foto: Albert Jankowski.


Münchhausen überlegte:
"Wie stark sind die Türken?
Wie viele Soldaten haben sie?
Und welche Kanonen haben sie?
Ich will das herausfinden.
Ich muss in das türkische Lager gehen!"




 
Die russischen Soldaten feuerten gerade eine Kanone ab.
Münchhausen sprang auf die Kanonen-Kugel.
Auf der Kugel konnte er durch die Luft reiten.
Bild: Münchhausen auf der Kanonenkugel. 
Maler: August von Wille (1828-1887) Foto: Wikimedia Commons

Von oben sah er schon das türkische Lager.
Da dachte er plötzlich:
Ich kann dort hin fliegen.
Aber wie komme ich zurück?

Doch Münchhausen hatte Glück:
Eine türkische Kanonen-Kugel kam.
Münchhausen konnte umsteigen.
Er stieg von der russischen Kanonen-Kugel 
auf die türkische Kanonen-Kugel um.
So flog er ins russische Lager zurück.










Bücher und Bilder über Münchhausen


Wollen Sie mehr von Münchhausen lesen?
Ich habe noch mehr Geschichten von ihm gepostet.
Am 7. September 2014
und am 19. April 2015.

Ich erzähle die Geschichten in leichter Sprache.
Es gibt auch Bücher mit Münchhausen-Geschichten.
Aber sie sind nicht in leichter Sprache geschrieben.

Ein Buch ist von Erich Kästner.
Darin sind nur acht Geschichten.
Es ist eigentlich für Kinder.
Aber Kästner schreibt sehr interessant.
Das macht viel Spaß.

Ein anderes Münchhausen-Buch ist von Gottfried August Bürger.
Darin sind viele Geschichten.
Aber ich finde,
Bürger schreibt ein bisschen langweilig.

Das Buch von Bürger wurde trotzdem sehr bekannt.
Der Maler Oskar Herrfurth hat Bilder dazu gemalt.
Das Bild ganz oben ist von ihm.
Es kommt von dieser Website:

http://www.goethezeitportal.de/wissen/illustrationen/gottfried-august-buerger/die-abenteuer-des-freiherrn-von-muenchhausen/muenchhausens-abenteuer-in-bildern-von-oskar-herrfurth-folge-2.html


Alle Bilder: Wikimedia Commons

Sonntag, 22. Juni 2014

Deutsche Fußball-Folklore: Die Auto-Flagge



Bild: Ein Auto mit Deutschen Flaggen.
Foto: Gates / Wikimedia Commons

Seit zehn Tagen läuft die Fußball-WM.
An vielen Autos steckt jetzt eine Flagge.
Oder zwei Flaggen.
Manchmal sogar drei oder vier...

Das ist ein neuer Brauch.
Es gibt ihn seit 2006. 
Damals war die Fußball-WM in Deutschland.
Ich habe neulich schon davon erzählt:
Immer mehr Leute hängten damals deutsche Flaggen auf.
Auch an ihren Autos.

Das war für uns neu.

Vorher dachten viele von uns:
"Wer eine deutsche Flagge aufhängt, 
der ist vielleicht ein Nazi!"
2006 beerdigten wir diesen Gedanken.


Trotzdem haben wir anscheinend etwas falsch gemacht.
Denn am Anfang gab es viel Spott.
Die Leute sagten:
"Im Ausland fährt niemand täglich mit der Flagge herum!
Das tut man nur, wenn die eigene Mannschaft gewonnen hat.
So feiert man den Sieg. 
Wir Deutschen haben das nicht kapiert.
Wie peinlich!"


Aber den Leuten mit den Autoflaggen war das egal.

Inzwischen spottet niemand mehr.
Die Leute fahren fröhlich ihre Flaggen spazieren.
Bei jeder WM wieder.





Bild: WM in Brasilien - Die Autoflaggen sind wieder da.
Foto: Privat


Mittwoch, 18. Juni 2014

Happy End für Linda


Heute möchte ich Linda vorstellen.
Linda ist eine Kartoffel. 


Über Kartoffeln habe ich schon viele böse Worte gehört.
Angeblich essen wir zu oft Kartoffeln.
Das haben mir Leute aus dem Ausland gesagt.
Aus den USA, aus China...
Sie haben früher in Deutschland gelebt.
Sie erzählen:
"In Deutschland gab es jeden Tag Kartoffeln.
Bei der Abreise dachte ich:
Ich möchte nie wieder Kartoffeln sehen!"

Diese Leute können nicht Linda meinen, oder?
Denn Linda schmeckt einfach wunderbar!
Linda ist nicht wie die anderen.


 Bild: Zwei Kartoffeln der Sorte Linda.
Foto: Holger Casselmann / Wikimedia Commons



Es gibt nämlich viele Kartoffel-Sorten.
Die meisten haben alt-modische Frauen-Namen.
Sie heißen Linda, Belana, Nicola, Heidi, Sieglinde ...


Bild: Verschiedene Kartoffel-Sorten.
Foto: Daderot/ Wikimedia Commons

Alle diese Namen stehen auf der Sorten-Liste.
Das ist eine offizielle Liste der Behörden.
Nur die Sorten auf der Liste darf man verkaufen.

Der Platz auf der Sorten-Liste gilt nur für ein paar Jahre.
Dann muss man ihn neu beantragen.
Das ist viel Bürokratie.
Meistens kümmert sich der Züchter darum.
Für ihn lohnt es sich.
Denn er verdient viel Geld mit seiner Sorte.
30 Jahre lang darf nur er das Saatgut verkaufen.

Linda in Gefahr!


Als Linda 30 Jahre alt wurde, 
geschah etwas Schreckliches: 
Linda sollte sterben!
Sie sollte von der Sorten-Liste verschwinden.
Warum?
Ihr Züchter wollte sich nicht mehr darum kümmern.
Es lohnte sich nicht mehr für ihn.
Denn jeder durfte jetzt Linda-Saatgut verkaufen. 
Er selbst verdiente nicht mehr so viel damit.

Der Züchter sagte: 
Ich habe auch andere Sorten.
Zum Beispiel Belana.
Belana schmeckt ähnlich wie Linda. 
Die Leute können auch Belana essen.

Da gab es einen Aufschrei!
Die Leute protestierten:
Wir wollen Belana nicht.
Wir wollen Linda behalten.
Linda ist die beste!

In Geschäften konnte man Slogans lesen:
Rettet die Linda!
Solidarität mit Linda!
Linda ist ein Kultur-Gut!
Auch die Zeitungen berichteten darüber.

Die Linda-Bewegung hatte Erfolg.
Ein anderer Züchter kümmerte sich um ihren Platz auf der Sortenliste.
Mehrere Organisationen halfen mit.
Linda wurde gerettet. 

Im Jahr 2007 wurde sie "Kartoffel des Jahres".



 Happy End


Bild: Linda lacht.
Foto: Holger Casselmann / Wikimedia Commons.