Sonntag, 10. März 2019

Ein Gedicht von Erich Fried

Erich Fried
Liebe Leute,

hier kommt ein Gedicht von Erich Fried.
Es ist ein Gedicht über die Liebe.
Viele Leute kennen es.

Die Grammatik ist einfach.
Die Wörter sind vielleicht schwer.
Aber diese Wörter benutzten wir oft.
Das Lernen lohnt sich. 


 
Bild: Nevit Dilmen / Wikimedia Commons


Was es ist

Es ist Unsinn
sagt die Vernunft
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist Unglück
sagt die Berechnung
Es ist nichts als Schmerz
sagt die Angst
Es ist aussichtslos
sagt die Einsicht
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist lächerlich
sagt der Stolz
Es ist leichtsinnig
sagt die Vorsicht
Es ist unmöglich
sagt die Erfahrung
Es ist was es ist
sagt die Liebe


 

Der Dichter Erich Fried (1921-1988)


Erich Fried (ganz rechts)
Foto: Bundesarchiv / Wikimedia Commons

Auf diesem Bild sieht man Erich Fried.
Er ist nicht allein.
Er redet mit anderen Leuten.
Das Bild passt zu ihm:
Erich Fried hat viel mit anderen Leuten geredet.

Es waren die Jahre nach dem zweiten Weltkrieg.
Viele Leute dachten:
Deutschland hat große Fehler gemacht.
Wir wollen nie wieder Krieg.
Wir wollen Frieden.
Wir wollen unser Land besser machen
und mit anderen Ländern gerecht zusammen leben.

Erich Fried war einer von diesen Leuten.
Er hat laut gesagt, was er denkt.
Er hat in Gruppen diskutiert
und in der Öffentlichkeit gesprochen.
So hat er für den Frieden gearbeitet.

Als ich jung war,
kannte ich Erich Fried nur von seiner Friedensarbeit.

Erst als ich studierte,
habe ich Gedichte von ihm kennengelert,
Ich war überrascht.
Ich habe gedacht:
"Oh. Erich Fried ist auch ein Dichter!"


Erich Fried war Dichter und Übersetzer.
Er hat englische Literatur ins Deutsche übersetzt.
Zum Beispiel Shakespeare.
Aber auch Dylan Thomas und viele andere.

"Was es ist" ist das bekannteste Gedicht von Erich Fried. 
Hier können Sie es hören:
https://www.youtube.com/watch?v=wKlFZmCsHkE
(Die Sprecherin ist Katharina Thalbach.)



Wortliste
sich lohnen =  einen Vorteil bringen // gut sein, weil man es noch oft brauchen kann.

der nsinn (nur Singular) = Etwas, das dumm ist / Etwas, das keinen Sinn hat.
vernünftig = so, dass man Dinge plant, die man gut machen kann, und die gut für einen sind.
die Vernnft (nur Singular)= (Substantiv von:) vernünftig
das nglück, -e = Eine Sache oder Situation, von der man große Probleme bekommt.
berchnend =  so, dass man nur daran denkt, was gut für einen selbst ist. Man denkt nicht daran, was gut für andere ist.
die Berchnung (nur Singular) = (Substantiv von:) berechnend.
schmrzen = weh tun.
der Schmrz, -en = (Substantiv von:) schmerzen.
die ngst, ̈-e = das Denken: "Etwas wird mir weh tun // Etwas Schlimmes wird passieren".
aussichtslos = so, dass es einen Plan gibt, aber dieser Plan kann nie wahr werden.
einsehen, sah ein, eingesehen  =  erkennen, dass eine Sache nicht so geht, wie man gedacht hat.
die Einsicht, en = (Substantiv von:) einsehen.
lächerlich = so, dass man darüber lachen muss.
stlz = (hier: ) so, dass man möchte, dass andere Leute einen stark respektieren.
der Stlz (nur Singular) = (Substantiv von:) stolz
leichtsinnig = so, dass man Dinge tut, die weh tun können // so, dass man oft nicht nachdenkt und gefährliche Dinge tut.
vorsichtig = so, dass man nicht tut, was weh tun kann // so, dass man viel nachdenkt, bevor man etwas tut.
die Vorsicht (nur Singular) = (Substantiv von:) vorsichtig.
unmöglich = so, dass es nie passieren kann.
erfahren = so, dass man eine Sache schon oft getan hat // so, dass man eine Situation schon oft erlebt hat.
die Erfahrung, -en = (Substantiv von:) erfahren.

Mittwoch, 6. März 2019

Alters·armut

Das ist mir vor einigen Monaten passiert:

Ich war in einem Supermarkt.
Da hat mich eine Frau angesprochen.
Sie war alt
und konnte nicht mehr gut gehen.
In ihrem Einkaufswagen war nicht viel.

Ein Einkaufswagen (der Einkaufswagen, -).
Foto: Wanzl Metallwarenfabrik / Wikimedia Commons.

Die Frau stand an einem Regal.
Sie hatte eine Dose in der Hand.
Sie sagte:
"Entschuldigen Sie bitte die Störung.
Ich möchte das hier kaufen.
Aber ich habe nicht genug Geld bei mir.
Können Sie mir vielleicht mit zwei Euro aushelfen?"

Ein Regal mit Dosen (die Dose, -n) in einem Supermarkt.
Foto: Marcela (talk) / Wikimedia commons.


Ich habe gesagt: 
"Klar. Gerne."
Ich habe meinen Geldbeutel herausgeholt
und habe ihr zwei Euro gegeben.
Sie hat sich bedankt.
Und dann hat sie gesagt:
"Darf ich Ihnen ein Herz geben?"

Ein Herz (das Hrz, -en)
Grafik: sarang / wikimedia commons.


Ich habe nicht verstanden, was sie meint.
Aber ich habe gesagt:
"Ja, gerne."
Da hat sie einen Briefumschlag herausgenommen.
Sie hat ein Herz aus rotem Papier aus dem Umschlag genommen
und hat es mir gegeben.

In dem Umschlag waren noch viele Herzen.

Ein Briefumschlag (der Briefumschlag, ̈-e, der mschlag, ̈-e )
Foto: Frank C. Müller, Baden-Baden / Wikimedia Commons.


Da habe ich erst kapiert,
dass die Frau arm war.

Ich habe eine Sekunde lang gedacht:
Soll ich fragen:
"Möchten Sie noch etwas kaufen?
Ich kann ihnen mehr Geld geben."

Aber dann habe ich gedacht:
Die Frau hat sich so große Mühe gegeben,
ihre Würde zu bewahren.
Sie hat mich höflich gefragt.
Sie hat gesagt: "aushelfen".
Das sagt man, wenn man das Geld später zurückgeben will.
Und sie hat mir für das Geld ein Herz gegeben.
Sie möchte nicht betteln.

Deshalb habe ich nichts gesagt.
Ich habe mich für das Herz bedankt.
Ich musste lächeln, weil es so hübsch war.
Dann bin ich gegangen.

Was ist das Problem?


Wenn man arbeitet, bekommt man Geld.
Von dem Geld muss man jeden Monat etwas bezahlen.
Dafür bekommt man später eine Rente.

Manche Leute arbeiten ihr ganzes Leben lang.
Aber sie verdienen nur sehr wenig.
Manche arbeiten nur halbtags
und bekommen deshalb wenig Geld.
Das ist oft bei Frauen so,
die sich um Kinder kümmern.

Alle diese Leute können nur wenig für die Rente bezahlen.
Deshalb ist ihre Rente später sehr klein.
Sie haben immer gearbeitet,
aber die Rente reicht nicht zum Leben.

Wenn das Geld nicht zum Leben reicht,
bekommt man "Hartz vier".
Das ist Geld vom Staat.
Es reicht zum Leben.
Aber viel ist es nicht.
Hrtz vier
Manche Leute haben nie gearbeitet.
Sie bekommen auch "Hartz vier".
Alle bekommen gleich wenig.
Obwohl die einen für ihre Rente gezahlt haben,
und die anderen nicht.

Das ist nicht gerecht.

Im Moment sprechen wir viel darüber:
Wie kann man dieses Problem lösen?


Wortliste
Altersrmut = (Substantiv für): Alt sein und kein Geld haben.
(jemanden akk.) nsprechen, sprach n, ngesprochen = zu einer Person gehen, die man nicht kennt, und mit ihr sprechen.
bei sich haben = mitgebracht haben
aushelfen = kurze Zeit etwas für jemand tun / kurze Zeit für jemand arbeiten (z.B. in einem Laden aushelfen).
jemandem (dat.) mit etwas aushelfen = jemandem eine Sache für kurze Zeit geben. Z.B. "jemandem mit Geld aushelfen": jemandem ein bisschen Geld leihen.
herausholen = (hier:) aus der Tasche nehmen.
kapieren = (Umgangssprache: ) verstehen.
rm = so, dass man kein Geld hat.
die Seknde, -n = eine Minute hat 60 Sekunden.

die Würde (nur Singular) = der Wert, den ein Mensch immer hat.
bewahren = behalten/ nicht aufgeben.
btteln = Leute auf der Straße um Geld bitten.
die Rnte, -n = Geld. Alte Leute bekommen es, wenn sie früher gearbeitet haben. 
hlbtags = Vier Stunden am Tag.
sich um Kinder kümmern = (hier:) mit den Kindern zuhause sein.
der Staat, -en = das Land / (hier:) Deutschland
reichen = genug sein. 
gercht = so, dass es fair ist / so, dass man bekommt, was man bekommen sollte.

Mittwoch, 2. Januar 2019

Die Geschichte vom wilden Jäger



Ein Jäger (der Jäger, -). Er hat ein Gewehr (das Gewehr,-e)
unter dem Arm. Der andere Mann hat einen Hasen (der Hase,-n).
Bild: Künstler unbekannt / Wikimedia Commons


Heute erzähle ich wieder eine Geschichte.
Sie kommt aus dem Buch "Struwwelpeter".
Das Buch habe ich im Dezember vorgestellt.



Ein Jäger hat neue Kleider.

Er zieht sich an,
setzt seine Brille auf,
nimmt sein Gewehr und geht hinaus. 
Er möchte einen Hasen schießen.

Und wo ist der Hase?


"Der Hase sitzt im Blätter·haus
und lacht den wilden Jäger aus".



Bilder: "Der Struwwelpeter" von
Heinrich Hoffmann / Wikimedia Commons

Die Sonne scheint.
Dem Jäger wird heiß.
Er ruht sich aus.
Das Gewehr legt er auf den Boden.

Da kommt der Hase.
Er geht ganz leise.
Er nimmt das Gewehr.
Aber nicht nur das:
Er nimmt auch die Brille!

Der Hase setzt die Brille auf.
Es will auf den Jäger schießen.
Der Jäger hat Angst.
Er läuft weg und schreit:
"Hilfe! Hilfe!"




Der Jäger läuft nach Hause.
Dort ist seine Frau.
Sie trinkt Kaffee.

Vor dem Haus ist ein Brunnen.
Der Jäger springt hinein.
Der Hase schießt.
Er trifft den Jäger nicht.
Aber er trifft die Kaffeetasse.
Die Tasse fällt hinunter.
Sie trifft das Hasenkind.
Das Hasenkind schreit: Aua!



Vor dem Haus ist ein Brunnen (der Brnnen, -).
Der Jäger springt in den Brunnen.


Warum heißt diese Geschichte "Die Geschichte vom wilden Jäger"?


Es gibt auch die Geschichte "Die Wilden Jäger"
Sie ist schon sehr alt. 
Es ist eine Monster-Geschichte. 
Die Monster jagen in der Nacht. 
Wenn ein Mensch sie sieht, muss er sterben.
 

Der Jäger in unserer Geschichte ist kein Monster.
Er ist nur ein Mensch.
Aber er ist trotzdem gefährlich,
weil er nicht auf sein Gewehr aufpasst.
Wortliste
der Jäger, - = (siehe Bild.)
jagen = (Verb von: ) Jäger. 
wld = (hier) gefährlich.
schießen, schß, geschssen = mit einem Gewehr töten. 
das Bltt, ̈-er = das Grüne an einer Blume oder einem Baum. Ein Baum hat viele Blätter.
auslachen = über jemand lachen.
trffen, traf, getrffen = genau dort hin schießen, wo man will (z.B. im Fußball ins Tor treffen)
das Mnster, - = Ein Wesen, das Menschen jagt.
 
 
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Dienstag, 1. Januar 2019

Neujahr! Was ist aus unseren guten Vorsätzen geworden?

Ein Kalender (der Kalnder, -) mit einer Eins.
Grafik: Albin Olsson / Wikimedia Commons

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

das Jahr 2019 ist da!
Ich wünsche Ihnen viel Glück!

Ihre Susanne Knödel


Ein Kleeblatt (das Kleeblatt, ̈-er).
Das soll Glück bringen.

Foto: Wikimedia Commons


Erinnern Sie sich noch an meinen Blogpost von vor einem Jahr?
Da habe ich von meinen Vorsätzen für 2018 erzählt.
Was ist daraus geworden?

Ich habe meine guten Vorsätze nicht vergessen.
Aber ich habe sie auch nicht ganz eingehalten.

Ich wollte mehr Sport machen.
Das hat nicht geklappt.
Ich habe so viel Sport gemacht wie vorher.
Immerhin habe ich nicht weniger gemacht!

Ich wollte kein Essen mehr wegwerfen.
Das hat noch nicht ganz geklappt.
Aber ich habe weniger eingekauft.
Und deshalb ist weniger übriggeblieben
Das war gut.

Ich wollte bei der Arbeit mehr Pausen machen.
Das habe ich gemacht. :-)
Aber es waren trotzdem zu wenige Pausen..
Und meine Abende im Büro waren viel zu lang.
:-( 
Dieses Problem muss ich noch in den Griff kriegen.

Und ich hatte noch einen Plan...
Ich wollte gerne nach Paris fahren.
Der Eiffelturm in Paris
Foto: MarkGGN / Wikimedia Commons

In Paris war ich nicht...

 
Das Parlamnt in London.
Foto: Tony Moorey; FlickR / Wikimedia Commons


Aber immerhin war ich in London!


Und wie ist es mit Ihnen?
Was ist aus Ihren guten Vorsätzen geworden?
Können Sie das schon auf Deutsch erzählen?




Wortliste

der Vorsatz, ̈-e = etwas, das man bestimmt tun will.
der gute Vorsatz / die guten Vorsätze = Etwas, was man im neuen Jahr immer tun will oder anders machen will als vorher.
einen Vorsatz einhalten = die Sache, die man tun wollte, wirklich tun. klppen = funktionieren / gut gehen.
immerhn = das Wort benutzt man, wenn man sagen will: Es ist nicht sehr gut. Aber es ist auch nicht ganz schlecht.
wgwerfen, warf wg, wggeworfen =  ein Ding, das alt ist oder das man nicht mehr haben will, in den Abfall tun.
übrig bleiben, blieb übrig, übrig geblieben = noch da sein, wenn man alles benutzt hat, was man braucht.
eine Pause mchen (die Pause, -n) =  mit der Arbeit kurz aufhören und ausruhen.
in den Grff kriegen = ein Problem lösen oder mit einem Problem besser leben können.




Sonntag, 30. Dezember 2018

Zappelphilipp und Hans Guck-in-die-Luft

Zppelphlipp, Hns gụck-in-die-Lụft.

Heute stelle ich wieder zwei Kinder aus dem Buch "Struwwelpeter" vor.
Sie heißen Philipp und Hans.
Hier kommen ihre Geschichten:



Der Zappel-Philipp

"Ob der Philipp heute still
wohl bei Tische sitzen will?
Also sprach in ernstem Ton
der Papa zu seinem Sohn.
Und die Mutter blicket stumm
auf dem ganzen Tisch herum."
bei Tische = bei Tisch, beim Essen
blicket = blickt, schaut
Alle  Bilder aus dem Buch "Struwwelpeter"
von Heinrich Hoffmann.
Fotos: Wikimedia Commons

Also: 
Der Vater sagte ernst zu seinem Sohn:
`Philipp, ich frage mich, ob Du heute beim Essen still sitzen wirst.´
Die Mutter sagte nichts:
Sie blieb stumm.
Sie schaute auf dem Tisch hierhin und dorthin.
(Was war dort nur so interessant?)


Philipp kann überhaupt nicht still sitzen.
Deshalb zappelt er auch jetzt.
Und er kippt seinen Stuhl nach hinten.
Das tun Kinder oft.
Sie tun es beim Essen oder am Schreibtisch.
Es gibt sogar ein Wort dafür:
"kippeln."



Philipp kippt nach hinten um
und reißt das Tuch vom Tisch.


Es kommt, wie es kommen mus:
Philipp verliert die Balance.
Er kippt ganz um.
Er will sich am Tisch festhalten.
Aber da ist nur das Tischtuch!
Philipp reißt das Tuch vom Tisch
und das ganze Essen landet auf dem Boden. 


"Und die Mutter blicket stumm
auf dem ganzen Tisch herum."



Philipp liegt unter dem Tischtuch.
Unten sieht man vier Ruten...

Unten auf dem letzten Bild sieht man vier Ruten.
Damit bekommt Philipp jetzt gleich Schläge...
Aber das nützt nichts.
Philipp hat nämlich eine Krankheit.
Sie heißt ADHS.
Philipp braucht keine Schläge.
Er braucht Hilfe.

Kinder schlagen ist heute in Deutschland verboten.
Aber das Wort "Zappel-Philipp" für unruhige Kinder gibt es immer noch.



Wortliste
bei Tsch = beim Essen.
rnst = so, dass man meint, was man sagt / so, dass man nicht lustig ist.
der Ton,  ̈-e =  Klang, Geräusch. (hier:) die Art, wie der Vater spricht.
blcken = sehen, schauen. 
stmm = so, dass man nicht spricht / so, dass man nicht sprechen kann (Krankheit)
zppeln = sich dauernd bewegen.
überhaupt nicht = gar nicht
kppen = schräg stellen / schief stellen
mkippen = auf den Boden fallen, weil es zu schräg war. 
kppeln = auf einem Stuhl sitzen und den Stuhl schräg stellen.
die Balance (sprich: baloungs) = das Gleichgewicht.
die Balance verlieren = sich nicht mehr gerade halten können 
(zum Beispiel: Auf einem Bein stehen und die Balance verlieren.)
reißen, rß, gerssen = schnell ziehen.
lnden = ankommen (hier: negativ).
die Rute, -n = Ding, mit dem man früher Kinder geschlagen hat. (siehe Bild). 
(das) ADHS (lies: A-De-Ha-eS)= Kinder-Krankheit: Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung 
(englisch: attention deficit hyperactivity disorder).
die Schläge (nur Plural) = (Substantiv von:) schlagen. (Schläge bekommen).
verboten = so, dass man es nicht tun darf.



 Hans Guck-in-die-Luft

Jetzt kommt noch der kleine Hans.
Er geht auf der Straße.
Aber er schaut in die Luft.
Alles ist so interessant!

Da kommt ein Hund.
Hans und der Hund stoßen zusammen.
Hans fällt auf den Boden.
Der Hund auch.
Zum Glück ist der Hund freundlich.
Er beißt Hans nicht...







Hier sehen wir Hans wieder.
Er schaut immer noch nach oben.
Dort sind drei Vögel.
Hans findet die Vögel wohl interessant.
Vielleicht wird er einmal ein guter Biologe.



Aber zuerst fällt Hans ins Wasser...
Zum Glück sind zwei Männer da.
Sie haben lange Stangen.
Mit den Stangen fischen sie Hans heraus.




Hans ist ganz nass.
Das Wasser läuft aus seinen Haaren.
Und seine Tasche schwimmt weg.

Im Wasser sind drei Fische.
Sie lachen über Hans.
Das nennt man Schadenfreude.
Es ist nicht schön. 



Wortliste
gcken = (süddeutsch:) schauen, sehen.
zusmmenstoßen, stieß zusmmen, zusmmengestoßen = wenn Zwei auf genau dieselbe Stelle gehen oder fahren, stoßen sie zusammen (zum Beispiel Autos).
beißen, bss, gebssen = mit den Zähnen fassen und weh tun. 
der Biologe, -n = Wissenschaftler. Er studiert Tiere und Pflanzen.
die Stnge, -n = langes Ding aus Holz (siehe Bild.).
fschen = aus dem Wasser ziehen.
die Schadenfreude (nur Singular) = sich freuen, weil jemand anders etwas passiert ist.